geändert am 06.11.2009 - Version Nr.: 1. 1326

Internet-Zeitung www.buergerstimmen.de
kritisch --- innovativ --- neoliberal

 

Meldung gesetzt von ~ Dr. Dieter Porth --- --- --- Weitere Links unter Ticker, Historie oder Startseite

Themenlisten: ~ berichten ~ Wirtschaft ~ Alltag ~ Kampagnen ~ Göttingen ~ Hartz IV ~  

Städtewette
Wetten, Göttingen schafft die Armut bis zum 13. Juni

20.04.2009 Der Oberbürgermeister hat die Schirmherrschaft für das bundesweite Treffen der regionalen Tafeln inne. Das Treffen der Tafeln, die als moderene Armenküchen die Armen mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgen, findet vom 11-13. Juni statt Passend zum Treffen hat der Oberbürgermeister den Göttinger eine Wette angeboten: Nur wenn die Bürger bis zum 13. Juni 3700 kg Lebensmittel für die Armen Göttinger spenden, dann wird dem Oberbürgermeister ein Tag kostenloser Arbeit für die Göttinger Tafel erspart bleiben.
[Man möge mir die zweideutig-bissige Zusammenfassung der Meldung nachsehen. Aber der Skandal zur Anrechung des Betteleinkommens ist noch frisch im Gedächtnis. Und die Wette finde ich auch peinlich. Dr. Dieter Porth.]

Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...

Redaktion buergerstimmen.de - Dr. Dieter Porth, Göttingen: Die zweideutige Schlagzeile konnte ich mir nur doch nicht verkneifen, angesichts des gerade zurückliegenden Skandals um die Anrechnung des Bettelei-Einkommens auf die Sozialhilfe. Auch finde ich die Wette doch eher peinlich. Sollten die Göttinger sich wie die Verwaltung verhalten und knausern, dann will der Oberbürgermeister mal einen tag bei der Göttinger Tafel aushelfen.
Angesichts der Führungspanne geht er noch nicht einmal mit gutem Beispiel – sprich einer großzügigen Spende voran. Aber sei es drum, seit der Finanzkrise weiß man, dass Verdienst und Verdienste nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.
Aber auch die Wette wirkt doch eher peinlich. Für mich liest sie sich so: Wenn die Göttinger sich als sozial erweisen dann, werde ich mich faul und unsozial zurücklehnen. Eine wirkliche Wette mit sozialdemokratischen Stil und einer sozialen Ader wäre folgende Wette gewesen.
"Wenn Göttingen die 3,7 Tonnen bis zum 13. Juni nicht schafft, legt er persönlich die fehlenden Kilogramm dazu. Wenn die Göttinger und ihr Umland mehr als 3,7 Tonnen schaffen sollten, dann hilft er einen Tag bei der Verteilung mit."
Übrigens ist die Wette wohl nicht wirklich teuer. Selbst wenn die Göttingen das Ziel um mehr als 25% unterschreiten sollte, so kostet eine Tonne Mehl im Einzelhandel 1000 * 0,58€ = 580€. Preiswerter ist sogar Gemüse. Ein Weißkohl kostet aktuell 0,69€ und wiegt 1,3 kg. Dies entspricht einem Kilopreis von 53 Euro-Cent. Aber diesen Weg hat der Oberbürgermeister nicht gewählt, …
Aber zur Wette habe ich eine sarkatsich-optimistische Einschätzung: Göttingen schafft natürlich das mit den 3,7 Tonnen spielend. Auch bleibt dem Oberbürgermeister von der SPD deshalb die Erfahrung erspart, einen Tag lang den Verlierern in seiner Stadt in Gesicht schauen zu müssen.
Dr. Dieter Porth.

 
Internet-Zitat: Website: Kontaktlink zu Stadt Göttingen [ Homepage ] (- Herr D. Johannson)
 

Die Stadt Göttingen meldet - Göttingen wettet: 3,7 t Spenden für die Tafel

Mit einer Stadtwette unterstützt Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer als Schirmherr des 15. Bundestafeltreffens (11.-13.Juni) die Göttinger Tafel e.V.: Gemeinsam mit Gerd Häuser, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Tafeln e. V., wettet er, dass die Göttinger bis zum 12. Juni 2009 unter dem Motto "Helfen Sie Helfen!" 3,7 Tonnen haltbarer Lebensmittel für bedürftige Bürger spenden.
Pressefoto / Stadt G&oum… ©2009
Pressefoto: Pressefoto / Stadt Göttingen , 2009 © Die Göttinger Wette: Herbert Flügge (Göttinger Tafel), Gerd Häuser (Bundesverband Deutsche Tafel), Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Eckhard Fenner (Göttinger Tafel), v.l., Foto: Stadt Göttingen
Die Göttinger Wette: Herbert Flügge (Göttinger Tafel), Gerd Häuser (Bundesverband Deutsche Tafel), Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Eckhard Fenner (Göttinger Tafel), v.l., Foto: Stadt Göttingen

Die Göttinger Wette: Herbert Flügge (Göttinger Tafel), Gerd Häuser (Bundesverband Deutsche Tafel), Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Eckhard Fenner (Göttinger Tafel), v.l., Foto: Stadt Göttingen
"Die Tafeln leisten täglich einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Bedürftigen in unserer Gesellschaft. Mit dieser Wette können auch wir Helfen helfen!", erklärt Wolfgang Meyer auf einer Pressekonferenz am Montag, 20. April 2009. Die Lebensmittel, die im Rahmen der Stadtwette gesammelt werden, kommen der Göttinger Tafel e.V. zugute. Der gemeinnützige Verein unterstützt jährlich etwa 1.400 sozial benachteiligte Bürgerinnen und Bürger. Fast 167 Tonnen von Herstellern und Händlern gespendete Lebensmittel verteilen die 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in mehr als 20.000 Stunden Arbeit pro Jahr.
Die Wette startet am 20. April. Bis zum Bundestafeltreffen, zu dem mehr als 1000 Tafel-Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden, kann gespendet werden. Regelmäßig werden die gesammelten Lebensmittel gewogen und der Zwischenstand bekannt gegeben.
Gerd Häuser blickt zuversichtlich auf den Wettverlauf: "’Jeder gibt, was er kann’ lautet das Motto der Tafeln. Ich bin ganz sicher, dass die Göttinger Bevölkerung ihren Oberbürgermeister tatkräftig bei der Stadtwette unterstützen wird. Es ist nicht schwer, anderen zu helfen. Probieren Sie es aus!", lud er zum Mitmachen ein.

Fakten zur Stadtwette:
Worum wird gewettet?
Die Wette, die Oberbürgermeister Wolfgang Meyer mit den Göttingern heute abschließt, lautet:
"Ich wette, dass die Göttingerinnen und Göttinger es schaffen, bis zum Ende des Bundestafeltreffen am 13. Juni 2009 insgesamt mindestens 3,7 Tonnen Lebensmittel für die Göttinger Tafel e.V. zu spenden."

Was ist der Wetteinsatz?
Verlieren die Göttinger ihre Stadtwette, wird sich Oberbürgermeister Wolfgang Meyer selbst in den Dienst der Göttinger Tafel e.V. stellen: Er wird einen Tag bei der Lebensmittelverteilung helfen.

Welche Lebensmittel können gespendet werden?
Die Göttinger Tafel freut sich über die Spende von haltbaren Lebensmitteln wie z.B. Kaffee, Tee, Kakao, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Salz, Mehl, Zucker, Gewürze, Knödel, Kartoffelpüree, Obstkonserven, Fisch-, Gemüse- und Wurstkonserven, Würstchen in Dosen, Süßigkeiten, Cerealien (Müsli etc.), Saucen/
Suppen etc. in Tetrapak/Tüten, Fertiggerichte in Dosen, Brot-/ Kuchenbackmischungen, Puddingpulver, Kondensmilch, Milchpulver.

Welche Lebensmittel sind ungeeignet?
Nicht geeignet sind Lebensmittel, deren Haltbarkeit bereits abgelaufen ist oder die einer besonderen Lagerung (Kühlung) bedürfen. Das gilt ebenso für frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte. Die Lebensmittel sollten nicht in Glasverpackungen oder unverpackt abgegeben werden

Wo können die Lebensmittelspenden abgegeben werden?
Lebensmittel, die für die Tafel-Wette gespendet werden, können ab sofort und bis zum 12. Juni 2009 an folgenden Sammelstellen abgegeben werden:

  • Karstadt
  • Alnatura
  • tegut (Alfred-Delp-Weg), tegut im Carré, tegut (An der Lutter vom 2.-6. Juni)
  • REWE (Karl-Methe-Str. 1, Am Steinsgraben 34, Reinhäuser Landstraße 177, Ludwig-Prandtl-Straße 26, Annastr. 13)
  • Frischmarkt Gellersen (Düstere-Eichen-Weg 21♠ 1)
  • real,- (Große Breite)
  • Neues Rathaus
Zusätzlich ist eine Spendenabgabe an folgenden mobilen Containerstandorten möglich:

  • 21.-25. April Kaufpark
  • 28.-30. April REWE (Reinhäuser Landstraße)
  • 05.-07. Mai REWE (Annastr.13)
  • 12.-14. Mai tegut (Alfred-Delp-Weg)
  • 19. & 20. Mai Kaufland (Robert-Bosch-Breite)
  • 09.-11. Juni Kaufpark
  • Sonderabgabe bei der "Langen Tafel" am 12. Juni
Am 12. Juni 2009 laden der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und die Göttinger Tafel e.V. von 11.00 -13.30 Uhr zu einem kostenlosen Mittagessenan der "Langen Tafel" auf dem Göttinger Wochenmarkt ein. Auch hier können Lebensmittelspenden abgegeben werden

Abgabe bei der Göttinger Tafel
Selbstverständlich können die Stadtwette-Unterstützer ihre Spende auch direkt bei der Göttinger Tafel (Jacobikirchhof 1) abliefern. Geöffnet ist jeweils Mo-Fr von 8-13 und 14-17 Uhr.

Sind Sammelspenden möglich?
Ja, die Göttinger Tafel freut sich auch über Sammelspenden, z. B. von Schulen, Kindergärten, Vereinen oder Firmen. Wer eine größere Lieferung plant, kann vorher bei der Göttinger Tafel e.V. unter Tel.: 0551 5 10 30 anrufen.

Präsentation des Wettergebnisses
Die Wette endet am Samstag, dem 13. Juni um 13 Uhr. Dann werden die gewogenen Lebensmittel im Foyer des Hörsaales 011 des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) der Universität Göttingen präsentiert.

Wie erfahren die Göttinger, ob sie die Stadtwette gewonnen haben?
Gern können Göttinger dabei sein, wenn am 13. Juni um 13 Uhr im Foyer des Hörsaales 011 des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) das Wettergebnis von den Wettpartnern und der Göttinger Tafel bekannt gegeben wird. Auch Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Präsentation teilzunehmen.

Wie kann man die Tafeln auch nach der Stadtwette unterstützen?
Die Tafeln in Niedersachen und anderen Bundesländern nehmen Lebensmittelspenden gern jederzeit auch außerhalb dieser Aktion entgegen. Einzelspenden von Privatleuten können bei den Tafeln abgegeben werden. Unter www.tafel.de finden Interessenten die jeweiligen Ansprechpartner für ihre Stadt.

Diese Aktion wird unterstützt von:
Nähere Informationen unter www.stadtwette.goettingen.de
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
erstellt am 20.04.2009

Liste der redaktionellen Inline-Kommentare

♠ 1) Bei einem Frainchise-Unternehmen wie Edeka mit einer starken Einzelhändler-hätte ich ein mehr auf die Personen und Händler zugeschnittene Website erwartet.
Schließlich leben die Händler von der Kundenbeindung.
Dr. Dieter Porth

Leserbriefe / Kommentare zur Meldung

Zu allen Leserbriefe kommen Sie über den folgenden Link.
Leserbriefe können anonym und ohne Angabe einer Emailadresse geschrieben werden. Die IP-Nr des Schreiber wird registriert. Die Redaktion behält sich vor, rassistische, sexistische, gewaltverherrlichende oder auch beleidigende bzw. Ehr-verletzende Leserbriefe zu löschen.
 
  1. Ende der Leserbriefe

Themenlinks

Surfen sie zu älteren oder aktuelleren Meldungen in den Themenlisten
Ältere Themenmeldung Neuere Themenmeldung

Göttingen, berichten

20.04.2009 Finanzausschuss

Göttingen

15.04.2009 Gesamtschule

berichten

19.04.2009 Blitzer

Kampagnen

17.04.2009 Produktkritik

Kampagnen

24.04.2009 Verbot

Alltag

20.04.2009 Radio

Alltag

21.04.2009 Behördentreffen

Wirtschaft

20.04.2009 Futtereffekt

Wirtschaft

20.04.2009 Kampagne

Hartz IV

17.04.2009 Empfindlich

Hartz IV

27.04.2009 Spenden

Nachrichtenticker und Querverweise

Ticker Querverweise
Ältere Nachricht Querverweise

Radio
Göttinger "Schnulzenchor" beim Deutschlandfunk

20.04.2009 In der Reihe "Chor der Woche" wird der Göttinger Senioren-Chor am 24.4. ab 10:50Uhr beim Deutschlandfunk Kultur vorgestellt..

Finanzausschuss
PPP-Projekte ohne Ratsbefragung

20.04.2009 Neben Beratungen zum 2 Nachtragshaushalt entscheidet der außerordentliche Finanzausschuss am 28.4. über zwei Anträge: In dem CDU-Antrag soll der Stadtverwaltung das Recht übertragen werden, ohne Entscheidung durch den Rat über sogenannte Public-Private-Partnerships zu entscheiden. In einem SPD-Antrag sollte die Vergabepraxis abgesenkt und auf kleinere Unternehmen ausgerichtet werden. Die Verwaltung hält angesichts zusätzlicher Kosten für Verwaltung und Unternehmen und angesichts der Rechtslage den solchen Antrag für überflüssig.
[Public-Private-Partnership ist ein anderes Wort für den Verkauf von staatlichen Monopolen. Welches Stadtmonopol soll am Rat vorbei verkauft werden? Dr. Dieter Porth]

Freibad
23.4. - Freibadsaison beginnt in Grone

21.04.2009 Das Naturerlebnisbad in Grpne öffnet ab Donnerstag (23.4.) seine Pforten Die Öffnungszeiten sind 9-20 Uhr in der Woche und 9-19 Uhr an Wochenenden und Feiertagen, Neben dem unbeheizten Freibad bietet das Freibad auf vielfältige Möglichkeiten zum Freizeitsport, wie zum Beispiel eine Riesenhüpfburg.
[Grone ist halt nichts für Warmduscher und Weicheier. Und ein Freibadbesuch kann neben dem Planschen auch zum Sonnen, Spielen und Sporteln genutzt werden. Dr. Dieter Porth]

Kernkraftmafia
Wenzel: Auch Tierkadaver in Asse II?!

17.04.2009 Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, fordert einen Untersuchungsausschuss zu Asse II. Neben verschiedenen radioaktiven Abfällen wurden im Bergwerk unter anderem auch Brennstäbe, Tierkadaver und Pflanzenschutz entsorgt. Nach der Forderung von Wenzel muss der Untersuchungsausschuss die mafiösen Strukturen rund um Asse II aufklären.

Event - Cornpickers
23.4. – Bernd Rinser / 25.4. – Hot Doc's

20.04.2009 In der aktuellen Woche gibt es zwei Konzerte im Cornpicker. Am Donnerstag kommt Bernd Rinser aus München, um seine bluesige Musik im Cornpickers Hühnerstall zu präsentieren. Am 25. sind dann wieder einmal die Hot Doc's im Cornpickers Hühnerstall zu Gast, und präsentieren ihren Cover-Rock auf akustischen Gitarren.

Futtereffekt
Milch bleibt Milch

20.04.2009 In einer Erklärung wehrt sich die Molkerei Weihenstephan gegen die wissenschaftlich unbegründete Prangerpolitik seitens Greenpeace. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sollen die Kühe wie Filter wirken und somit bleibt die Milch die gleiche, egal ob die Küche mit Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Pflanzen oder mit traditionellen Futterpflanzen gefüttert wurden. Als Beleg wird unter anderem auf eine Münchener Langzeitstudie und auf renommierte Wissenschaftler verwiesen.
[Die zitierte Studie aus München hat Design-Fehler und kann die Frage nicht beantworten, ob Kühe als Filter für die Milch wirken. Dr. Dieter Porth]

Rücknahme
Ergebnis der Sondersitzung des Sozialausschusses

03.04.2009 Am 2. April fand eine Sondersitzung des Sozialausschusses statt wegen des bundesweit beachteten Vorfalls, bei welchem das Betteleinkommen auf die Sozialhilfe angerechnet wurde, Es wurde vom Oberbürgermeister klargestellt, dass es sich um einen Einzelfall handelte und das zukünftig solche Vorfälle nicht mehr vorkommen. Weiterhin hat der die Berichterstattung intensiv mit den betreffenden Mitarbeitern besprochen.
[Ich bin gespannt sein, wie sich die Hartz-IV-Hilfe und das Hartz-IV-Amt in Zeiten der Rettungspläne für Pleitebanker weiterentwickeln. Dr. Dieter Porth]

Schieflage
Soziale Ausgrenzung: Entrechtungsbeispiele

16.04.2009 Der Kandidat der Linkspartei für den Bundestag, Gerd Nier, kritisiert mit zwei Pressemeldungen die soziale Schieflage im Rechtssystem. In der ersten Meldung geht er auf die Verschlechterung der Rechtshilfe für Arme ein. In der zweiten Meldung zeigt er am praktischen Versuch wie eine Entmündigung auf dem Amtswege funktioniert. Eine staatlich angeordnete Zwangstrennung einer Familie wird von der Stadt Göttingen als Argument im Gerichtsverfahren benutzt, um vor Gericht von einer Scheinfamilie zu sprechen. Im Beischreiben zur zweiten Meldung betont Gerd Nier den Einzelfallcharakter.

Warmwasserpauschale
Kassiert Stadt die Hartz-IV-Erhöhung?

23.07.2008 Im Regelsatz der Hartz-IV-Empfänger sind pauschal die Kosten für die Warmwasserherstellung enthalten. Zu den Kosten der Unterkunft zählen nur die Mietkosten und die Heizkosten. Wenn aber jemand mit Gas heizt und gleichzeitig kocht und sein Warmwasser mit Gas erzeugt, dann wird der Kostenanteil pauschal vom Regelsatz abgezogen, weil die Warmawasserkosten schon bei den Kosten der Unterkunft bezahlt wurden. Von der Initiative "Bündnis gegen Ämterschikane" wird kritisiert, dass die Stadt diese Warmwasserpauschale um drei Euro erhöht hat. Statt der Erhöhung des Regelsatzes in Höhe von vier Euro erhält der Hartz-IV-Empfänger nur einen Euro.
[Nachtrag -
27.07.2008Nachträgliche Korrektur der Zusammenfassung durch die Redaktion]

Akademikerarmut
ver.di fordert Verbesserungen für Akademikernachwuchs

04.03.2009 In einer neunen Studie hat ver.di Deutschland die Situation von Nachwuchswissenschaftler an den Deutschen Hochschulen untersucht. Die Studie basiert auf Befragungen in Oldenburg Jena und an der TU Berlin. Die Arbeitszeiten für Promotionsferne Arbeiten steigen, die Bezahlung sinkt und die befristeten Arbeitsverträge werden immer kurzfristiger. Angesichts der unsicheren Situation haben viele Nachwuchswissenschaftler ihren Kinderwunsch zurückgestellt.

Vermittlungsqualität
Wie sehen Hartz-IV-ler das Job-Center?

17.09.2008 Das Göttinger Bündnis gegen Ämterschikane hat eine Umfrage unter Hartz-IV-lern durchgeführt. Ungefähr sechzig Prozent fühlen sich zuvorkommend und höflich behandelt. Diese Zahlen gelten sowohl für die Arbeitsvermittlung wie auch für die Leistungsabteilung. Aber bei der Vermittlung von Arbeit sieht es eher düster aus. Knapp jeder dritte bekommt Minijobs oder 1-Eurojobs anboten bis aufgedrängt. Jeder Zehnte erhielt abqualifizierende Jobangebote. Nur jeder siebte sagte, dass er Angebote für eine Existenzsichernde Arbeit angeboten oder vermittelt bekommen hätte. Jeder siebte hat statt eines Angebots Vorwürfe wegen Tatenlosigkeit bekommen.

Betteleinkommen
Linke: Hartz IV muss weg

01.04.2009 Die Ratsfraktion der Göttinger Linken mag bei dem Bescheid, wonach das Betteleinkommen auf die Sozialhilfe angerechnet wurde, nicht als Kommunikationsfehler abtun. Da augenscheinlich das Vorgehens des Sachbearbeiters rechtens ist, fordert die Ratsfraktion, dass sich die Stadt für die Beseitigung der Hartz IV Gesetzgebung einsetzen soll.

Essay - Betteleinkommen
Darf man Bettlern in den Sack greifen, Herr Oberbürgermeister?

01.04.2009 In einem offenen Brief wendet sich Holdger Platta an den Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) und hinterfragt die soziale Gerechtigkeit in Göttingen. In seinem Brief geht er auf die Unkenntnis ein, die der Oberbürgermeister schon vor zwei Jahren im Rahmen eine Interview offenbarte. Der empörte Protestbrief endet mit der Bitte, dass sich der Oberbürgermeister in seinem Hause für mehr Gerechtigkeit und ein stärkeres soziales Gewissen einsetzen möge
[Anmerkung zur späten Veröffentlichung des Briefes. Dr. Dieter Porth]

Sozialausschuss
2.4. – Sondersitzung wegen Skandal

31.03.2009 Am 2.4. findet ab 16.00 im Neuen Rathaus eine Sondersitzung des Sozialausschusses statt. Thema ist die Anrechung der Betteleinnahme auf die Höhe der Sozialhilfe.

Neuere Nachricht Querverweise

Diskussion
28.4. - Gesamtschule für Adelebsen?

21.04.2009 Für den 28. April ab 19:00 lädt die Kreistagsfraktion der Linkspartei zur Informationsveranstaltung in die Gaststätte Burgschänke ein. In der Informationsveranstaltung geht es um das Thema, ob eine Integrierte Gesamtschule (IGS) für Adelebsen noch möglich ist.

Vernisage
27.43- Vernissage zu "Original Takbon"

21.04.2009 Am Montag, 27.04.2009 um 19.00 Uhr wird in der Galerie Nottbohm feierlich die Ausstellung der Künstlerin Joung Eun Ramaker: eröffnet. Die Künstlerin ist anwesend und ihre Werke bestechen durch minimalistische Ästhetik. Die Ausstellung in den Geschäftsräumen von Nottbohm ist in der Zeit vom 27.04. bis 09.05.2009 zu sehen.

Kampagne
Gut Leben – eine Politikkampagne der IG Metall

20.04.2009 "Gerade in der Krise müssen wir gemeinsam für ein gutes Leben streiten" titelt die IG Metall ihre Pressemitteilung. In den kommenden Wochen will die IG-Metall ihrer Mitglieder befragen und die Debatte für ein groß angelegtes Politikmodell anstoßen. Im Rahmen der Aktion kommt am 17. Juni ein Großer Info-Laster in die Göttinger Innenstadt. Am 18. Juni ist der Laster in Goslar zu sehen.

Gesamtschule
Wenn Bedarf da ist, kommt IGS schon 2009/2010

15.04.2009 Auf Grund politischer Gespräche, die mit dem Kultusminister geführt wurden, führt der Landkreis in der Zeit vom 17.4 bis zum 22.4 eine Umfrage an allen Grundschulen in Stadt und Landkreis durchgeführt. Wenn die erneute Befragung einem Bedarf bestätigt, dann soll noch zum kommenden Schuljahr in Bovenden eine Integrierte Gesamtschule (IGS) eingerichtet werden.

Blitzer
Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis

19.04.2009 Der Landkreis Göttingen veröffentlicht einige Hinweise zu Gemeinden, in welchen der landkreiseigene Blitzer aufgestellt wird. In der aktuellen Woche werden Kontrollen für Adelebsen (Di.) und Staufenberg (Do.) angekündigt. In der nächsten Woche sind unter anderem Rosdorf (Mo.) und die Stadt Hann. Münden (Mi.) dran Natürlich sind auch zusätzliche Kontrollen geplant.

Ausgrenzen
Linke: Tagessatz-Verkäufer sollen löhnen

02.11.2009 Die Kreistagsfraktion der Linken und der Landtagsabgeordnete der Linken, Patrick Humke-Focks, kritisieren das Vorgehen des Kreisdezernenten Franz Wucherpfennig, der zukünftig die Einnahmen aus dem Verkauf des Tagessatzes auf die Sozialhilfe der Verkäufer anrechnen will. Die Linke hofft auf viel öffentlichen Gegenwind. und fühlt sich an den Skandal erinnert, als Göttingen das geringe Einkommen aus Bettelei auf die Sozialhilfe anrechnen wollte.
[Die Spötter haben wohl Recht, wenn sie das SGB seit einigen Jahren mit Sklaven-Gesetz-Buch übersetzen. Vielleicht sollte zeitgemäß das niedersächsische Sozialministerium in "Ministerium für Familie, Frauen, Sklaven und Gesundheit" umbenannt werden. Dr. Dieter Porth]

"Broken-Links" - Legende - Home - Impressum - Em@il - Kontakt - A-A-A Schriftgröße - Über - Disclaimer - Werbung ---