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⇐ Umfrage
Um die 40% der Deutschen empfinden Deutsches Schulsystem als ungerecht
09.07.2010 Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Befragung unter Eltern in Auftrag gegeben, um deren Meinung zur Schulgerechtigkeit herauszufinden. Ein Ergebnis ist laut Meldung, dass um die 40% der Eltern die Gymnasien für ungerecht halten, während bei den Haupt- und Realschulen um die 60% der Eltern diese Schulformen für ungerecht halten. Eine weitere Aussage der Studie ist, dass um die 80% aller Eltern mit hohem Bildungsniveau ihre Kinder bei Schulaufgaben unterstützen, während die nur um die 60% bei den Bildungsfernen Eltern sind. Gerade bei den Bildungsfernen Schichten sehen sich um die 40% nicht in der Lage, ihren Kindern zu helfen. Ein Vorstandsmitglied der Bertelsmannstiftung fordert deshalb in der Meldung ein gerechteres Schulsystem.
[Leider sind für die Prozentangaben keine Vertrauensintervalle bzw. keine statistischen Fehlerbreiten angegeben. Dr. Dieter Porth]
Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...
Nun bestätigen aber nur die Eltern mit hohem Bildungsabschluss, vielleicht 1/3 von den 650 befragten Eltern (= 216), dass sie ihren Kindern helfen. nach dem gleichen Vorgehen wie oben ergibt sich eine Varianz von 216*0,2*0,8 = 34,56 und damit eine Streubreite von 6. Die Zweifache Streubreite beträgt damit 12. Damit beträgt hier das 95%-Vertrauensinterval schon +/-5,5%-Punkte.
Dies Beispiel zeigt schon, dass die Prozentzahlen hohe Schwankungsbreiten aufweisen, wobei die Schwankungsbreiten je nach dargestellter Zahl variieren können, weil hier zum Teil auch Ergebnisse von Untergruppen aus der Stichprobenmenge der Befragten präsentiert werden.
Dr. Dieter Porth
Emailnachricht: Kontaktlink zu Bertelsmannstiftung [ Homepage ] (- Pressestelle)
Die Bertelsmann-Stiftung meldet - Eltern halten Schulen in Deutschland für ungerecht - Umfrage: Wenig Unterstützung für bildungsferne Familien - Eltern mit Leistungsfähigkeit von Schulen zufrieden
Gütersloh, 09.07.2010 - Eltern schulpflichtiger Kinder stellen den Schulen in Deutschland ein durchwachsenes Zeugnis aus und bemängeln vor allem fehlende Gerechtigkeit. 51% der Mütter und Väter von Schulkindern halten das deutsche Schulsystem für ungerecht und kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten entwickeln können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung, die vom Institut Infratest dimap durchgeführt wurde. Besser schnitten die Schulen bei der Frage nach ihrer Leistungsfähigkeit ab: Hier gab es als Note von den Eltern eine schwache zwei.
Bei der Bewertung der Gerechtigkeit spielt der Umfrage zufolge der Schultyp eine große Rolle: Nur 39% der Eltern von Grundschülern halten das Schulsystem für ungerecht, hingegen aber 58% der Eltern von Real- oder Hauptschülern und immerhin noch 49% der Mütter und Väter von Gymnasiasten. Auch in der Gesamtbevölkerung schätzen vier von zehn das Schulsystem als ungerecht ein (38%).
Als Hauptgrund für mangelnde Gerechtigkeit von Schulen geben die Eltern die fehlende individuelle Förderung ihrer Kinder an. Vor allem Väter und Mütter von Grund-, Haupt- und Realschülern kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht nach ihren Möglichkeiten entwickeln können und außerschulische Unterstützung benötigen. So helfen über 80% der Eltern mit einem mittleren oder hohen Bildungsabschluss ihren Kindern bei schulischen Aufgaben, bei den Eltern mit einem niedrigen Bildungsabschluss sind es hingegen nur 57%.
Davon sehen sich 37% der Eltern mit einem niedrigen Bildungsabschluss nicht in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu unterstützen. Zum Vergleich: Nur drei Prozent der Mütter und Väter mit einem hohen Schulabschluss sind dieser Ansicht. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn das Haushaltseinkommen zugrunde gelegt wird: Die Hälfte der Eltern mit einem Haushaltseinkommen von unter 1.500 Euro, die ihr Kind bei schulischen Aufgaben nicht unterstützen, führen dies auf ihre fehlenden Möglichkeiten zurück. Von den Eltern mit hohem Haushaltseinkommen sehen sich hingegen lediglich fünf Prozent nicht in der Lage zu helfen.
Während die Schulen beim Thema Gerechtigkeit in der Gesamtbevölkerung besser abschneiden als bei den Eltern, verhält es sich bei der Leistungsfähigkeit von Schulen umgekehrt: Die Gesamtbevölkerung vergibt hierfür im Schnitt eine befriedigende Note, von den Eltern gibt es hingegen eine knappe zwei (2,4). Allerdings variiert auch hier die Einschätzung je nach Schultyp. Die Eltern von Haupt- und Realschülern bewerten die Leistungsfähigkeit der Schulen mit 2,6, die Eltern von Grundschülern hingegen mit 2,3. Beurteilt wurden die Qualität der Schulen insgesamt sowie die Vermittlung von Wissen, selbstständigem Lernen, Entfaltung der Persönlichkeit und sozialem Handeln.
"Unser Schulsystem muss nicht nur besser, sondern auch gerechter werden", bewertet Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse der Umfrage. Als Grund für die fehlende Chancengerechtigkeit nennt er die geringe individuelle Förderung der Kinder in den Schulen: "Es darf nicht sein, dass Eltern ihre Kinder bei schulischen Aufgaben unterstützen müssen oder Unterstützung in Form von Nachhilfe kaufen, aber nur Eltern mit höherem Einkommen und Bildungsstand sich diese Unterstützung leisten können." Die Befragten hätten deutlich unterstrichen, wie wichtig in Deutschland das Recht eines jeden Kindes auf bestmögliche Förderung seiner Begabungen sei. "Die individuelle Förderung ist die wichtigste Aufgabe des öffentlichen Schulsystems und ich hoffe, dass sich die Politik dieser Verantwortung auch in schwierigen Zeiten stellt", so Dräger.
Um den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und Herkunft und die Entwicklung der Bildungschancen in Deutschland transparent zu machen, hat die Bertelsmann Stiftung eine Zusammenarbeit mit Professor Wilfried Bos und dem Institut für Schulentwicklung der TU Dortmund vereinbart. Die beiden Kooperationspartner wollen ab 2011 jährlich einen "Chancenspiegel" herausgeben, der auch mögliche Unterschiede bei den Bundesländern benennt (www.chancen-spiegeln.de ).
Zur Befragung:
Die Umfrage wurde durch das Institut Infratest dimap durchgeführt. Die repräsentative Befragung berücksichtigte 1.400 Personen, darunter 650 Eltern von Schulkindern, die vertiefend befragt wurden. Die Grundgesamtheit bildete die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren bzw. die Eltern von Schulkindern in Deutschland. Die Teilnehmer wurden durch eine repräsentative Zufallsauswahl (Randomstichprobe) ausgewählt und vom 10. bis 21. März 2010 per computergestützten Telefoninterviews (CATI) befragt.
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Freibäder 12.07.2010 Am letzten Wochenende (11.7.10) verzeichneten die drei Göttinger Freibäder knapp fünfundzwanzigtausend Besucher. Zum Brauweg kamen laut Meldung elftausend, nach Grone siebeneinhalbtausend und nach Weende sechstausend. Kanalsanierung 14.07.2010 In der Pressemeldung wird beschrieben, mit welchen Aktionen und Maßnahmen die Göttinger Entsorgungsbetriebe seit ihrer Gründung im Jahre 2009 die Kanalsanierung beworben haben und wer die Göttinger Entsorgungsbetriebe dabei unterstützt hat. Weiter nennt die Meldung einige allgemeine Gründe für die Kanalsanierung. Google-Street-View 09.07.2010 In einer Pressemeldung begrüßt der Landrat Reinhard Schermann die kritische Haltung der Justizministerkonferenz. Insbesondere begrüßt er auch die Gesetzesinitiative, in der für die Speicherung und weitere Verarbeitung personenbezogener Daten ein wirksamer Schutz sichergestellt werden soll. Umfrage 09.07.2010 In einer Pressemeldung verweist die Techniker Krankenkasse auf einige Ergebnisse der Studie vom "Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG). Insbesondere wird auf die unterschiedliche Selbstwahrnehmung von " Chronikern" und "Nicht-Chronikern" eingegangen. Während über die Hälfte der "Chroniker" die Krankheit als Schikcsal wahrnehmen, sind die bei "Nicht-Chroniker" nur ein Drittel. Im Gegenzug glauben mehr als ein Drittel aller Nicht-Chroniker das eine ungesunde Lebensweise krank macht, während bei den Chroniker nur ein Viertel die Krankheit als selbstverantwortet ansehen. Weltklimaschutzbericht 13.07.2010 Der Göttinger Volkswirtschaftler Professor Stephan Klasen der Georg-August-Universität wird an der Erstellung des Weltklimaschutzberichtes als Koordinierender Author mitarbeiten. Er wird das Kapitel zu den volkswirtschaftlichen Folgen des Klimawandels für die Entwicklungsländer mitbetreuen. Der Weltklimaschutzbericht soll im Jahre 2014 erscheinen soll und beschäftigt sich neben den volkswirtschaftlichen Folgen es Klimawandel auch mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen sowie denkbaren Gegenmaßnahmen. Wendebachstausee 16.07.2010 Dr. Lutz Knopek, Bundestagsabgeordneter der FDP, reagiert mit der aktuellen Pressemeldung unter anderem auf einen offenen Brief der Göttinger SPD-Ratsfraktion. erläutert. Gemäß verschiedener Gutachter, die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beauftragt wurden, soll die vorgeschlagene Variante des Zweckverbands unter anderem nicht standsicher sein. Deshalb könne aus Sicherheitsgründen der Wendebachstausee nicht erhalten bleiben. Gleichzeitig wolle Sich Knopek dafür einsetzen, dass es zu einem erneuten Gespräch der Beteiligten komme. | |
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Neue Schauburg 19.07.2010 Das Kino Neue Schauburg in Northeim hat in der Woche vom 22.7. bis 28.7.10 viele Filme für Kinder im Programm. Da wären zum Beispiel die Heldinnen "Hanni & Nanni" sowie die Erzählung um den schlauen Bub "Wickie und die starken Männer"[Di.] sowie das Animationsfilmabenteuer " Für immer Shrek". Die Romanzenfreunde können wählen zwischen "Mit Dir an meiner Seite" und der Bestsellerverfilmung "Twilight - Eclipse – Bis(s) zum Abendrot". An die Freunde des Humors wendet sich die filmische Erzählung "Der Einzelgänger (A Single Man)"[Di.], während für die Actionfreunde "Knight and Day" über die Leinwand erstrahlt. Schiller-Lichtspiele 19.07.2010 Das Kino Schiller Lichtspiele in Hann. Münden zeigt in der Woche vom 22.7. bis 28.7.10 den dritten Teil der Twilight-Saga "Eclipse – Bis(s) zum Abendrot". Go-Lösung 19.07.2010 Wer zuerst zieht, gewinnt?", war das Leitthema des Banners 7. In der Lösung werden verschiedene Varianten genannt und die Stellungen werden bewertet. Häusliche Gewaltprävention 16.07.2010 In der Meldung aus dem niedersächsischen Sozialministerium wird die Förderung von Täterarbeit beschrieben. Insgesamt werden sieben Einrichtungen mit insgesamt einhundervierzigtausend Euro gefördert, um prügelnden Tätern in einem Verantwortungstraining unter anderem den gewaltfreien Umgang mit Konflikten nahe zubringen. Gleichzeitig sollten die Beratungsstellen den Opfern auch die Möglichkeiten und Grenzen des Beratungsangebotes erläutern. Kreisfusionen 15.07.2010 Der Bund der Steuerzahler - Niedersachsen und Bremen e. V. fordert vom niedersächsischen Innenminister, dass er die Fusion von Landkreise per Gesetz festlegt, die im Gutachten von Prof. Hesse genannt wurden. Weiterhin wird gefordert, dass die Kommunalaufsicht es verhindern soll, dass die Kreistage nicht noch kurz vor der Fusion langfristige teure Entscheidungen fällen. Dazu zählt zum Beispiel die Einstellung von Dezernenten. Weiterhin sich der Bund der Steuerzahl den Weg der Landesregierung als gescheitert an, der auf freiwillige Fusionen setzte. Laut einer Meldung vom Innenministerium gelten in Südniedersachsen die Landkreise Northeim, Holzminden und Osterode als stabilisierungsbedürftig. |