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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Stimmungsschwankungen und Genen?

05.11.2009 Die Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie will untersuchen, ob es ein Zusammenhang zwischen Stimmungsschwanklungen, Schlafstörungen und den Genen gibt. Insbesondere wird vermutet, dass bei Kranken die sogenannten „Ableseraten“ aus dem Rhythmus fallen. Um dieser Frage nachzugehen, sollen deshalb in einem ersten Schritt zehn gesunde Probanten untersucht werden. Die gesunden Probanden sollten zwischen 35 und 50 Jahren alt sein und insgesamt einen Zeitaufwand von zwei nacheinander folgenden Nächten und einem Tag einkalkulieren.

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität [ Homepage ] (---)
 



Meldung von der Universitätsmedizin der Georg-August-Universität - Schlafstörung und Stimmungsschwankung: Welche Gene sind schuld?

Forschungsprojekt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie an der UMG untersucht die molekularen Ursachen von Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen bei Depressionen. Gesunde Probanden gesucht für Schlaflaborstudie.
(umg) Schlafstörungen und tageszeitliche Schwankungen der Stimmung, das sind typische Anzeichen einer Depression. Die Ursachen dafür vermutet die Forschung mittlerweile auf molekularer Ebene. So ist bekannt, dass bei Menschen mit psychischen Erkrankungen der normale Tagesrhythmus beim Ablesen von Erbinformation (Gene) für körpereigene Baustoffe gestört ist. Nicht geklärt ist, welche Gene es sind, deren so genannte "Ableseraten" aus dem Rhythmus gefallen sind. Dies will ein Forscherteam der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie (Direktor: Prof. Dr. Peter Falkai) an der Universitätsmedizin Göttingen herausfinden. Erster Schritt dazu ist die Untersuchung von gesunden Probanden.
Die Ableserate vieler Gene im Körper des Menschen unterliegt rhythmischen Schwankungen, die durch die Tageszeit bestimmt werden. Es ist schon länger bekannt, dass die tageszeitabhängigen Ableseraten von Genen bei Menschen mit psychischen Erkrankungen gestört sind, und dadurch veränderte Mengen an Eiweißmolekülen im Stoffwechsel entstehen. "Wenn wir die Gene kennen, deren Ableseraten bei den Patienten gestört sind, wird es möglich sein, mit geeigneten Medikamenten ganz gezielt die Ablesung dieser Gene wieder zu normalisieren. Dazu ist es nötig, vor den Untersuchungen an Patienten die Ableseraten dieser Gene bei gesunden Kontrollpersonen über 24 Stunden zu ermitteln", sagt Privatdozentin Dr. Andrea Schmitt, wissenschaftliche Leiterin des Projekts mit dem Titel "Untersuchungen von circadian regulierter Geneexpression bei gesunden Probanden".
Gesucht werden zehn gesunde männliche Probanden aus Göttingen sowie im Umkreis. Bewerben können sich gesunde (ohne psychiatrische und neurologische Erkrankungen, Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit und Schädel- oder Hirnverletzungen in der Vorgeschichte), männliche Probanden im Alter von 35 bis 50 Jahren aus Göttingen und Umkreis. Für die Untersuchung müssen sie insgesamt einen Zeitaufwand von zwei nacheinander folgenden Nächten und einem Tag einkalkulieren. Die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro Person.

DURCHFÜHRUNG DER STUDIE
Vor Beginn der Studie werden die Probanden mittels Standard-Labordiagnostik auf körperliche Erkrankungen - einschließlich EKG und EEG (Hirnstromkurve), sowie auf psychische und neurologische Erkrankungen untersucht. Dann wird ihnen eine Blutprobe von etwa 40 Milliliter zur Untersuchung körperlicher Erkrankungen entnommen. Wenn diese Untersuchungen unauffällig sind, können die Probanden an der Studie teilnehmen. Sollten auffällige Untersuchungsbefunde entdeckt werden, werden diese den Teilnehmern mitgeteilt, sofern sie das wünschen und in der Einwilligungserklärung angekreuzt haben.
Während der Teilnahme an der Studie übernachten die Probanden an zwei aufeinander folgenden Nächten im Schlaflabor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen. Nach einer Eingewöhnungsnacht im Schlaflabor (erste Nacht) wird dann bei den Teilnehmern eine Venenverweilkanüle gelegt und es erfolgt alle zwei Stunden eine Blutentnahme (5 ml). Für jede Blutprobe werden die Ableseraten der Gene erfasst und insgesamt über einen 24-Stunden Zeitraum dokumentiert. In zweistündlichem Rhythmus erfolgen insgesamt 13 Blutentnahmen. Dies geschieht somit während des Tages und über die zweite Nacht. Die gesamte entnommene Blutmenge ist relativ niedrig (65 ml), so dass durch den Blutverlust keine Gefahren oder gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Parallel dazu erfolgt in der Untersuchungsnacht im Schlaflabor eine Aufzeichnung der Hirnstromkurve (EEG), um den Schlafrhythmus der Teilnehmer zu untersuchen.
Weitere Informationen zu der Studie und den Teilnahmebedingungen erhalten Interessierte bei Herrn Yeganeh-Doost, Telefon 0160-93972742

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abt. Psychiatrie und Psychotherapie
Von-Siebold Str. 5, 37075 Göttingen
Priv.-Doz. Dr. Andrea Schmitt

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