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⇐ Gentherapie
Medizinische Hochschule kooperiert mit privater Firma
27.07.2012 Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verkauft ihr Verfahrenskonzept zur Modifikation menschlicher Gene an ein privates Unternehmen. Mit Hilfe der sogenannten Vektoren bzw. Retroviren sollen die Gene des Menschen in einem Teil der blutbildenden Stammzellen verändert werden. Die Meldung lässt offen, mit welchen viralen Stämmen gearbeitet wird und welches Gentherapie-Restrisiko für die Bevölkerung von diesen Forschungen ausgeht. Man erhofft sich durch die teilweise Änderung der Gene eine stärkere zelluläre Immunität der Zellen gegen AIDS und Krebs.
[Wo entstehen die neuen Epidemien? – Vielleicht bei den klinischen Studien zu Gentherapien. Beispielsweise in der Stellungnahme "Entwicklung der Gentherapie" von der DFG findet sich kein Hinweis, dass Gentherapien als mögliche Quellen für Epidemien erforscht werden sollen. Mir macht die Unbekümmertheit der Forscher Angst. Dr. Dieter Porth]
Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...
Warum sollte ein Patient eine größere Gefahr für die Allgemeinheit darstellen?
In dem Bericht wird aus verschiedenen Gründen die in vivo Gentherapie bevorzugt. Bei dieser Therapieform werden dem Menschen Viren gespritzt, die zum Beispiel nicht vermehrungsfähig sein sollen. Nun ist aber ein Patient niemals keimfrei. Die Stellungnahme schreibt nichts zu der Frage, ob eine Sicherheitsforschung sinnvoll wäre. Eine solche Forschung würde prüfen, ob und wie therapeutische Viren mit wilden Viren wechselwirken können.
Mir macht nicht die Forschung an Gentherapien grundsätzlich Angst. Aber die Naivität der Förderer von Forschung wirkt schon bedrohlich. Wann wohl die erste Gen-GAE eintritt (GAE = Größte anzunehmende Epidemie) das Schuldkonto der Genetiker füllt?
Angesichts der Kommerzialisierung der Forschung fürchte ich, dass die Sicherheit der Mitwelt hier schnell der Gier der Investoren geopfert werden könnte.
Dr. Dieter Porth
Emailnachricht: Kontaktlink zu Medizinische Hochschule Hannover (MHH) [ Homepage ]
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) meldet - MHH und Rentschler schließen Lizenzvertrag für ein innovatives Vektorsystem zur Gentherapie - Ascenion unterstützt von der Patentierung bis zur Kommerzialisierung
(Info zur Meldung vom 26.7.12 – Link zur Meldung angesurft am 26.7.12 – Link zur Meldung beim IDW) – Presseinformation - 25. 07. 2012
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Rentschler Biotechnologie GmbH haben einen Lizenzvertrag zur Kommerzialisierung eines Vektorsystems für die Gentherapie unterzeichnet, das im Vergleich zu herkömmlichen Technologien deutliche therapeutische und ökonomische Vorteile verspricht. Rentschler, ein erfahrener Spezialist in der Entwicklung von zellkulturbasierten Herstellverfahren und der Produktion von entsprechenden Biopharmazeutika, erhält mit der Vereinbarung das Recht, Verpackungszelllinien auf Basis dieses Vektors zu entwickeln und zur Auftragsherstellung von Gentherapeutika kommerziell zu nutzen.
Zuvor hatten die Wissenschaftler der MHH gezeigt, dass das neue Vektorsystem flexibel für unterschiedliche Applikationen adaptiert werden kann und sich effizient in Zelllinien produzieren lässt, die standardmäßig für die Herstellung von Biopharmazeutika genutzt werden. Ascenion, exklusiver Technologietransferpartner der MHH, hat die Verwertung der MHH-Erfindung von der Patentanmeldung über die Kooperation bis hin zur Verhandlung des Lizenzvertrages unterstützt.
Der MHH-Vektor ist eine Fortentwicklung herkömmlicher retroviraler Vektorsysteme, deren therapeutische Wirksamkeit bereits in vielen Indikationen bestätigt wurde. "Wir haben hier eine neue Plattform mit breiten Anwendungsmöglichkeiten für die Gentherapie geschaffen, die für Patienten eine höhere Sicherheit und für Entwickler und Gesundheitssysteme eine bessere Wirtschaftlichkeit bietet", so Prof. Christopher Baum, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie an der MHH. Zusammen mit seinen Kollegen Dr. Julia Sürth und Dr. Dr. Axel Schambach hat er das Vektorsystem entwickelt, u.a. mit Fördermitteln aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Exzellenzcluster REBIRTH (von Regenerative Biologie zu Rekonstruktiver Therapie).
Primäre Anwendungsgebiete umfassen die Einschleusung therapeutischer Gene in Blutstammzellen und Lymphozyten zur Korrektur angeborener Gendefekte oder zur Verbesserung der zellulären Immunität bei Krebserkrankungen und HIV-Infektionen. Aber auch weitere Zelltypen und Krankheiten lassen sich mit Hilfe des neuen Vektorsystems adressieren.
Prof. Roland Wagner, Bereichsleiter Entwicklung bei der Rentschler Biotechnologie GmbH unterstreicht: "Mit dem neuen Vektorsystem erweitert die Rentschler Biotechnologie ihr Spektrum zur Entwicklung virusbasierter Biologika für die Gen- und Virotherapie. Damit können in Zukunft auch retrovirale Vektorsysteme neben Rentschlers eigener AAV-Vektortechnologie unseren Kunden zur Entwicklung dieser Produkte zur Verfügung gestellt werden." Derzeitig finanziert die Rentschler weiterführenden Arbeiten an der MHH über hocheffiziente und stabile Verpackungszelllinien für retrovirale Vektoren.
Ascenion wird die Fortentwicklung der Projekte weiterhin begleiten. "Wir freuen uns, dass die Forschungsergebnisse der MHH hier so weiterentwickelt werden, dass ein deutlicher Mehrwert für Patienten entstehen kann", kommentiert Dr. Christian Stein, Geschäftsführer von Ascenion. "Die Partner ergänzen sich ideal: Die MHH bringt ihre innovative Technologie und Nähe zum Patienten ein, Rentschler seine langjährige Erfahrung in der Produktion von Biopharmazeutika und sein dichtes Netzwerk in der Industrie."
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[… Siehe Originalmeldung …]
Über Ascenion
Die Ascenion GmbH ist ein IP Asset Management-Unternehmen mit besonderer Kompetenz in den Lebenswissenschaften. Ascenion berät und unterstützt öffentliche Forschungseinrichtungen beim Schutz und der Verwertung ihres geistigen Eigentums (Patente, Know-how, Materialien) und übernimmt die Anbahnung und Vermittlung von Lizenzverträgen zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie. Ein besonderer Schwerpunkt von Ascenion ist das Coaching von Unternehmensgründern und das aktive Beteiligungsmanagement. Das Unternehmen wurde 2001 als 100%ige Tochter der Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung gegründet und hat seitdem 23 Forschungseinrichtungen der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft sowie die Medizinische Hochschule Hannover und das TWINCORE als Partner gewonnen. Für diese vermarktet Ascenion mehr als 750 Technologien und schließt pro Jahr durchschnittlich 70 erlösbringende Verträge zwischen Forschung und Industrie. Das Team hat bereits mehrere Spin-Offs begleitet und hält derzeit 25 Beteiligungen an diesen Unternehmen. Hauptsitz von Ascenion ist München. Weitere Geschäftsstellen sind in Berlin, Braunschweig, Hamburg, Hannover und Neuherberg.
Weitere Informationen unter www.ascenion.de
Über die Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Die 1965 gegründete Medizinische Hochschule Hannover gehört zu den leistungsfähigsten Universitäten Deutschlands. Ob Forschung, Krankenversorgung oder Lehre: Mit dem Konzept der gezielten Schwerpunktförderung hat sich die MHH einen der vordersten Plätze in der Spitzengruppe der deutschen Universitätsklinika gesichert. Die herausragenden Forschungsleistungen der einzigen rein medizinisch ausgerichteten Universität Deutschlands sind bei der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern deutlich geworden.
Mehr Informationen unter www.mh-hannover.de
Über Rentschler
Rentschler Biotechnologie GmbH ist ein weltweit agierendes Full-Service Auftragsunternehmen mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, Produktion und Zulassung von biopharmazeutischen Wirkstoffen gemäß den internationalen Standards (EMA/FDA). Rentschler verfügt über neun unabhängige GMP-Suiten mit Volumina von 30, 50, 250, 500, 1000 und 2500 Litern zur Herstellung von Material für klinische Studien (Phase I bis III) und für die Marktversorgung und bietet außerdem regulatorische Beratung, Proteinanalytik, Qualitätskontrolle und die sterile Abfüllung von Spritzen und Injektionsflaschen an. Das inhabergeführte, unabhängige Unternehmen beschäftigt derzeit rund 650 Mitarbeiter.
Mehr Informationen unter www.rentschler.de
V. i. S. d. P.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHH
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Bautätigkeit 27.07.2012 In diesem Jahr gibt die Stadt für den Erhalt und die Renovierung der Göttinger Schulen insgesamt 3,4M € aus. Zirka ein Drittel davon (1,1M €) wird für die Wärmedämmung eine Teil der Geschwister Scholl Gesamtschule aufgewendet. Knapp ein Siebtel (0,45M €) wird der zweite Fluchtweg in der Albanischule kosten. Jeweils über 100k wird die Einrichtung von Mensen in Egelsbergschule, in der Hagenbergschule und in der Außenstelle des Max-Planck-Gymnasiums kosten, wobei im Etat für das Max Planck Gymnasium auch noch eine Lautsprecheranlage enthalten ist. Auch in Baumaßnahmen beim Theodor Heuss Gymnasium fließen über 100k €. In der Meldung werden weitere Unter-100k-€-Investitionen genannt. In einer zweiten Meldung vom Tag zuvor erinnert die Stadt daran, dass während der Sommerferien die Schulhöfe einiger Schulen und einiger Beamtenparkplätze (Uni, Landkreis) um die Innenstadt als kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung stehen. Sicherheit 27.07.2012 Die Göttinger Filiale vom TÜV Nord weist auf die geänderte Gesetzeslage zur sogenannten TÜV-Plakette hin, die seit 1. Juli gilt. Neben dem Wegfall der Rückdatierung wurden die Regeln auf die modernen technischen Gegebenheiten angepasst. Dazu gehört die Überprüfung der Elektronik und seiner gesteuerten Bauteile wie ABS, ESP, Airbag etc Männerdiskriminierung 27.07.2012 Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) weist auf eine aktuelle Studie hin, die sich mit Sanktionen gegen Hartz IV Empfänger beschäftigt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass doppelt so viele Männer wie Frauen in vergleichbaren Lebensumständen von Sanktionen betroffen sind. Die Studie stellt einen Forschungsbedarf für die Frage fest, warum Männer häufiger als Frauen sanktioniert werden. Ernährung 27.07.2012 In einer Pressemeldung erinnert die Techniker Krankenkasse daran, dass Hygiene beim Grillen besonders im Sommer wichtig ist. Trotz des schlechten Wetters sollen insbesondere im Raum Hannover laut Robert-Koch-Institut vermehrt Durchfallerkrankungen gemeldet worden sein. Eine Durchfallerkrankung kann 5 bis 72 Stunden nach Verzehr des verdorbenen Essens auftreten und wird oft durch Samonellen sowie durch Camphylobacter hervorgerufen. Es wird die Nutzung von Kühltaschen empfohlen. Besonders leicht verderblich sind zum Beispiel Geflügelfleisch, Fisch oder Milchprodukte (Mayo). Beigefügt sind aus einer zweiten Meldung einige Tipps von der Techniker Krankenkasse, wie man sich während des Sommers gesund ernährt. Dort heißt es auch, dass "Fast Food" wie Döner, Burger, Frühlingsrollen oder auch des Bäckers Hefeteile trotz ihres hohen Fettgehalts oft wenig sättigen. Obst und Gemüse sind sinnvoller. Gerade bei großer Hitze sollte man auch das Trinken nicht vergessen Lebertransplantation 26.07.2012 Wegen Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten bei Einträgen in die Wartelisten für Lebertransplantationen stieß das Universitätsklinikums auf weitere Verdachtsanhaltspunkte. Die Universitätsmedizin hat einen hochrangigen Arzt von seinen Dienstpflichten bis zur genaueren Klärung der Umstände freigestellt. Sie kommt damit ihrer dienstlichen Verantwortung nach. Hitartikel 26.07.2012 In der Woche vom 16. bis 22. Juli 2012 kamen folgende 7-Tage-Artikel unter die Top 7: 1 'Netto-Filialen-Schließungen interessierte die Leser', 2) 'CDU will Ausnahmeregelung für Bonifatius-Schule', 3) 'Grüne: Schließung von Netto-Märkten zielt gegen Gewerkschaft', 4) '"Rosenwinkel" - Episodentheater über Roma zwischen Normalität und Subkultur', 5) 'Sommertemperaturen der letzten zweitausend Jahre bestimmt', 6) 'Konzerte vom 05. Juli bis zum 11. Juli 2012' und 7) 'AKW-Grohnde und die Katastrophenschutzlücke vom km-25 bis km-170'. Unter allen Artikel kam der Klimaartikel 'Wenn es wärmer wird, kommt mehr Kohlenstoffdioxid aus dem Boden' auf Platz 2. | |
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Naturschutz 30.07.2012 In einer Pressemeldung weist ein Professor von der Georg-August-Universität Göttingen auf die Zerstörungen von Waldgebieten in einem indonesischen Nationalpark hin. Der Forscher fordert einen Schutz der Regenwälder gegen Bauern, wobei das Pufferzonenkonzept als richtig bewertet wird. Weiter wird gefordert, dass Indonesien seine Nationalparkgesetze auch durchsetzt. ThOP 30.07.2012 Das Theater im OP an der Uni Göttingen präsentiert am Mittwochabend den 8.8.12 ab 20:15 die Premiere von "Haltestelle. Geister.". In der Vorankündigung wird dem Zuschauer eine vulgäre Sprache versprochen. Forschungsfrüchte 30.07.2012 Die Stadt Göttingen weist in einer Pressemeldung auf die neue Ausgabe "Göttinger Statistik – Aktuell". Im aktuellen Heft wird die Wirkung von Forschungsgeldern dokumentiert. Von den Forschungsgeldern in Höhe von 1200M€, die 2010 nach Göttingen in die Forschungseinrichtungen und die Hochschulen flossen, kamen rund 830M€ der Wirtschaft in der Region zu Gute. Weiter sollen 2010 die 26k Studenten rund 230M€ in Göttingen ausgegeben haben. Film-Hitliste 30.07.2012 Mit 852k Besuchern hat der neue Batman 3 "The dark knight rises" den bisherigen Spitzenreiter eindeutig an der Spitze abgelöst. "Ice Age 4" brachte es als Zweiter von Donnerstag bis Sonntag, den 29.7.12, laut Media-Control immerhin noch auf 413k Zuschauer. Für alle weiteren Filme interessierten sich weniger als 100k Zuschauer. Lumiere 30.07.2012 Das Lumiere zeigt in der Woche vom 2.8. bis 8.8.12 im eigenen Haus das Drama "Das Haus auf Korsika" sowie die Liebeskomödie eines älteren Mannes in "Ausgerechnet Sibirien". Im Rahmen des Open-Air-Kinos im Freibad am Brauweg werden der Nazi-Klamauk "Iron Sky - Wir kommen in Frieden!", das Drama "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" sowie die Animationskomödie "Der gestiefelte Kater" an eizelnen Terminen vorgeführt. |