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Gegner
Schminke: keine Nordsee-Pipeline mit Niedersachsen

09.02.2010 Ronald Schminke, niedersächsischer Landtagsabgeordneter der SPD, reagiert mit seiner Pressemeldung auf die Abschlussentscheidung des Runden Tisches. Mit Hinweis auf technisch schon realisierte Umsetzungen zeigt er auf, dass eine stärkere Vermeidung der Salzlaugen möglich wäre. Er wirft dem Runden Tisch, sich nie mit der Vermeidung von Salzlaugen durch eine verbesserte Kaliproduktion beschäftigt zu haben. Vielmehr war seiner Ansicht nach der Runde Tisch nur eine Alibi-Veranstaltung zum Zeitgewinnen, damit die K+S AG möglichst lange auf Kosten der Umwelt für Aktionäre und Banken hohe Gewinne einfahren könne.

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu Ronald Schminke [ Homepage ] (---)
 





Ronald Schminke, niedersächsischer Landtagsabgeordneter der SPD, meldet – Niedersachsen gegen Nordsee - Pipeline

Zu Lande, zu Wasser und notfalls unter Tage!
"Die Empfehlung Nordsee - Pipeline durch den RUNDEN TISCH (RT) ist nichts, als ein frommer Wunsch, der nie in die Tat umgesetzt werden wird. Der Kali und Salz AG ist es gelungen, die wirklich zielführenden Fragen zum Stand moderner Abbau- und Entsorgungstechniken kontinuierlich aus der Diskussion herauszuhalten", erklärte der niedersächsische SPD Landtagsabgeordnete Ronald Schminke.
Der börsennotierte Kaliproduzent habe in den vergangenen Jahren Milliarden für weltweite Aufkäufe der Konkurenz investiert, während man in Deutschland die Länder Thüringen und Hessen mit der Formel Arbeitsplätze kontra Umweltschutz erpresse. Es würden alle Möglichkeiten einer Laugenvermeidung am Produktionsstandort aus Kostengründen ausgeschlagen. Die Prüfung moderner Techniken habe deshalb auch am RT zu keinem Zeitpunkt ernsthaft stattgefunden.
Schminke: "Die Pipeline wird nie gebaut, aber K & S geht es darum, möglichst viel Zeit zu gewinnen und weiter ohne Einschränkungen die Flüsse Werra und Weser als Abwasserkanäle zu benutzen. Selbst die skandalöse Laugenverpressung in den Untergrund soll unverändert fortgeführt werden, obwohl die Trinkwasservorkommen bereits heute geschädigt sind."
Nicht wenige Experten sehen in dieser Vorgehensweise eine Ausstiegsstrategie von K & S. Die Aufkäufe zahlreicher Lagerstätten im Ausland sprechen eine klare Sprache, weil in diesen Ländern weit kostengünstiger und nahezu ohne Umweltauflagen produziert werden könne, erklärte Schminke.
Schminke: "Solche Geschäftsmodelle lassen am Ende nur noch Kaliberge, geschädigte Menschen und eine langfristig ruinierte Umwelt zurück. Das ist mit Niedersachsen nicht zu machen, zumal es zumutbare Vermeidungsstrategien gibt, die nach unserem Verständnis eingesetzt werden müssen!"
Dabei gebe es gleich zwei geeignete Verfahren für eine umweltfreundliche Kaliproduktion.

Konzept zur Eindampfung der Kaliabwässer am Standort Werra als Komplettlösung

Ein Kraftwerksblock üblicher Größe (700 bis 1000 MW / Kosten ca. 350 Mio. € und Bauzeit ca. 18 Monate) würde ausreichen, um mit der Abwärme den kompletten Abwasserstrom einzudampfen. Die Wirtschaftlichkeit wäre gesichert, weil sich das Kraftwerk durch Stromverkauf von selbst finanziert. Zuzüglich kämen staatliche Beihilfen nach dem Kraft – Wärme – Kopplung – Gesetz. Weiter könnten Wertstoffe zu verkaufsfähigen Produkten verarbeitet und verkauft werden. Große Mengen destilliertes Wasser würden anfallen und nicht verkaufsfähige feste Eindampfungsprodukte könnten unter Tage versetzt werden. Eine 380 kV – Überlandleitung verläuft bereits bei Gerstungen, somit wäre eine Einspeisung kein Problem und an anderer Stelle könnte man einen Kraftwerksneubau einsparen.

Fazit: Ein Neubau eines Kraftwerkblocks in Standortnähe sorgt für eine zeitnahe, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Abwasserproblemlösung.

Betriebsplan des Florett – Konsortiums für die Grube Roßleben […]
Das Florettkonsortium hat einen Betriebsplan vorgelegt, der eine Kaliproduktion ohne Salzlaugen und ohne Abraumhalden fester Rückstände ermöglicht. Die Verfahren wurden von der K-UTEC in Sondershausen entwickelt und sind in der Praxis erprobt. Die K-UTEC exportiert Know – how für alle Kalidüngerhersteller in der Welt und man ist in der Lage, die Verfahren auf die Besonderheiten der ver-schiedenen Lagerstätten anzupassen. Alle Reststoffe gehen in den Versatz, was die Bergsicherheit garantiert, bessere Ausbeuten (ca. 30%) und längere Laufzei-ten der Gruben ermöglicht. Ferner ergibt sich eine bessere Ausbeute an Wert-stoffen von insgesamt ca. 50% aus der Nachverwertung der Salzlaugen.

Fazit: Auch diese Variante ist technisch geeignet, ökologisch sinnvoll und eine zeitnahe Umsetzung ist ebenfalls möglich.

Persönliche Bemerkung
Schminke: "Wir werden uns in Niedersachsen für diese guten Lösungen im Sinne von Mensch und Natur einsetzen. Uns sind die Arbeitsplätze der Kali Kumpel wirklich wichtig, Kali und Salz setzt derweil weiter auf die Strategie der verbrannte Erde und diese müssen wir bekämpfen, zu Lande, zu Wasser und notfalls auch unter Tage."

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08.02.2010 Flaute

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10.02.2010 Innovation

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10.02.2010 Prüfung

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10.02.2010 Sendeplan – 2010-02-06

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Umwelt

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Sendeplan – 2010-02-06
Vorproduzierte Sendung und Telefontalk mit Rex Richter Quintett

10.02.2010 Die Sendung am vergangenen Smastag war vorproduziert, weshalb der Moderator den Zuhörern um Tage zeitlich voraus war. Neben einen begrenzten Ausblick auf die nachrichten aus der region gab es einen Ausblick auf die kommenden Konzerte sowie auf das aktuelle Kinoprogramm in der Region. In der Sendung talkte der Moderator mit Rex Richter und Harri Colorado, die am 6.2. in der Stadthalle ihre CD-Release-Party mit ihrer Schlagerreveue feierten.

Abschlussbericht
Runder Tisch für reduzierte Salzlaugenmenge & Nordsee-Pipeline

09.02.2010 In seinem Abschlussbericht spricht sich der Runde Tisch "Gewässerschutz Werra/ Weser und Kaliproduktion" für die Reduzierung der Salzlaugenmenge. Weiterhin sollte die verbleibende Salzlauge per Pipeline in der Nordsee entsorgt werden. Der Runde Tisch hält eine Versenkung der Salzlaugen im Untergrundgestein nur noch für kurze Zeit für praktikabel. In einem Minderheitsvotum sprechen sich die Gewerkschaften, die profitierenden Gemeinden und das Land Hessen dafür aus, dass Arbeitsplätze in der Kaliindustrie wichtiger sind als beispielsweise der Schutz der Umwelt. Die Niedersächsischen Fischer sprechen sich in einem zweiten Minderheitsvotum für einen Stopp der Einleitung in Werra & Weser wie auch für einen Einleitungsstopp in die Nordsee aus.
[Es ist immer nur von Salzlaugenmenge und nicht von der Masse an entsorgtem Salz die Rede. Dr. Dieter Porth]

CinemaxX
15.2. – 17:00 - Preview des Filmmusicals "YoungStars: Rock it!"

09.02.2010 Das CinemaxX zeigt in der Woche vom 11.2. – 17.2.2010 neu die romantische Schicksalswege-Komödie "Valentinstag", die mystischen Action-Jugendbuchverfilmung "Percy Jackson - Diebe im Olymp" und das Remake vom Horrorklassiker "Wolfman". Im 3D-Kino gehen "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" in die dritte Woche und "Avatar" in die 10 Woche. Auch beim normalen Kino begeistert "Das Kabinett des Dr. Parnassus" die Zuschauer schon in der sechsten Woche.

Termine - St. Johanniskirche
11.2. – Benefizkonzert für Haitis Erdbebenopfer

09.02.2010 Der Göttinger Stadtkantor, der Turmtrompeter der St. Johannis-Kirche und ein Trompeter des Bayreuther Festspielorchester geben am Donnerstag, den 11. Februar ab 20:00 in der St. Johannis-Kirche ein Benefizkonzert. Der Eintritt ist frei, aber um Spenden wird gebeten. Die Spenden zum Konzert kommen den Erdbeben-Überlebenden in Haiti zugute.

Sterntheater
14.2. – 11:00 - Frühstückspreview "An Education"

09.02.2010 Das Kino Sterntheater zeigt in der Woche vom 11.-17.2.2010 den 'Heimatfilm' "'Soul Kitchen", den Animationscomic "Ice Age 3", die Rollentausch-Komödie "Auf der anderen Seite des Bettes", den Film zu Leo Tolstoi "Ein russischer Sommer", den kritische geschichtlichen Film "Das weiße Band" und die schwarz-humoristische Komödie "A Serious Man". Am Sonntag gibt es ab 11 Uhr für die Kinofreunde den oscar-nominierten Film "An Education". Der Film ist eine zartbittere Chronik zum Erwachsenwerden eines Mädchens.

Schiller-Lichtspiele
12.2. & 13.2. – Konzerte "Spiel mir das Lied vom Film"

09.02.2010 Das Kino Schiller Lichtspiele in Hann. Münden zeigt vom 11.2. – 17.2. an ausgewählten Terminen die Comic-Komödie "Planet 51" und die Ossi-Kommt-Nach-USA-Kommödie "Friendship!". Am Freitag und Samstag gibt es statt eines Films das Konzert "Spiel mir das Lied vom Film", bei welcher die Abschlussklasse des Grotefend Gymnasiums ihre Können bei popigen Filmmusiken unter Beweis stellen werden.

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CDU & FDP: Hauff (SPD) trägt Hauptverantwortung für Einlagerung in der Asse

11.02.2010 In der aktuellen Pressemeldung gibt die Niedersächsische Landtagsfraktion der CDU dem früheren (1978-80) Bundesforschungsminister Hauff (SPD, Jahrgang 40) die Hauptschuld am Desaster in Asse II. Sie wirft ihm in der Meldung vor, dass er im Untersuchungsausschuss keine konkreten Forschungsprojekte zur Asse benennen konnte.
[Welche Konsequenzen haben solche Schuldzuweisungen? Ändern solche Schuldzuweisungen den Umgang mit analogen politischen Fragen wie zum Beispiel der Gentechnik oder der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken? Dr. Dieter Porth]

Abschiebung
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11.02.2010 Der EU-Kommissar für Menschenrechte, Thomas Hammarberg. hat in einem offenen Brief die Bundesregierung um eine Beendigung der Kosovo-Abschiebungen gebeten. Sabine Lösing, Europaabgeordnete der Linken, verweist auf einem Vortrag von Hammarberg, bei welchem er aus der vertraulichen Antwort zitiert haben soll. Danach besteht seitens der Bundesregierung der Plan, alle Kosovo-Roma abzuschieben – trotz der hohen Gefahren für die Abgeschobenen in ihrem "Heimatland". Sie dankt die EU-Kommissar für dessen Courage, diese vertrauliche Antwort öffentlich gemacht zu haben.

Werraversalzung
K+S: der Runder Tisch ist gescheitert

10.02.2010 Die K+S AG (Subkategorie Werraversalzung) kritisiert den Abschlussbericht des runden Tisches als weltfremd, weil betriebswirtschaftliche & politische Aspekte nicht berücksichtigt wurden. Weiterhin hebt die Meldung hervor, dass die geplanten Investitionen von 360 Millionen Euro die Schmerzgrenze sind, die der Konzern für Umweltschutz ausgeben will, wobei damit die Öffentlich-Rechtliche Vereinbarung zwischen Hessen, Thüringen und der K+S AG erfüllt wird.
[An eine kleine pubertierende, zickige Göre erinnert mich im ersten Absatz der Satz "Der Runde Tisch lässt den fehlenden politischen Konsens außer Acht, klammert bewusst betriebswirtschaftliche Aspekte aus und verliert bei der Frage der ökologischen Sinnhaftigkeit die notwendige Verhältnismäßigkeit aus dem Auge.". Dr. Dieter Porth]

Prüfung
Wenzel: Prüfung des Berichts des Runden Tisches

10.02.2010 Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, spricht sich für eine ernsthafte Prüfung des Abschlussberichts des Runden Tisches aus. Weiter fordert er eine starke Reduzierung der Salzlaugenmengen, um einen nachhaltigen Schutz für die Umwelt zu gewährleisten, und er fordert von den Ministerien eine Einhaltung der bestehenden Gesetze. Die Umweltschutzmaßnahmen sind nach Meinung Wenzels vom Verursacher zu bezahlen.
["Der Verursacher soll zahlen" klingt schön. Aber wie will Wenzel den Zugriff auf die heutigen Gewinne sichern, damit davon morgen die Umwelt- & Aufräumarbeiten bezahlt werden? Dr. Dieter Porth]

Innovation
Sander: Reduzierung der Salzlaugen statt Versalzung der Umwelt

10.02.2010 Der niedersächsische Umweltminister Hans Heinrich Sander reagiert mit einer Pressemeldung auf den Abschlussbericht des Runden Tisches. Er ist angesichts gegen Nordsee-Pipeline, um das Weltnaturerbe Wattenmeer zu schützen. Weiter verweist das Ministerium darauf, dass Niedersachsen beim Runden Tisch schon früh einen Ideen-Wettbewerb um innovative Strategien zur Vermeidung von Salzlaugen angeregt haben soll.
[Persönlicher Gedanke: Die Haltung Niedersachsens gegen die unrealistische Nordsee-Pipeline findet sich als abweichende Meinung in keiner Fußnote im kurzen Abschlussbericht des Runden Tisches wieder. Der Minister ist also beim Thema Werraversalzung nur ein Papiertiger im niedersächsischen Kabinett oder die Meldung gehört zum typischen politischen Blabla, um die Bürger zu "verarschen". Dr. Dieter Porth]

Prüfung
Wenzel: Prüfung des Berichts des Runden Tisches

10.02.2010 Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, spricht sich für eine ernsthafte Prüfung des Abschlussberichts des Runden Tisches aus. Weiter fordert er eine starke Reduzierung der Salzlaugenmengen, um einen nachhaltigen Schutz für die Umwelt zu gewährleisten, und er fordert von den Ministerien eine Einhaltung der bestehenden Gesetze. Die Umweltschutzmaßnahmen sind nach Meinung Wenzels vom Verursacher zu bezahlen.
["Der Verursacher soll zahlen" klingt schön. Aber wie will Wenzel den Zugriff auf die heutigen Gewinne sichern, damit davon morgen die Umwelt- & Aufräumarbeiten bezahlt werden? Dr. Dieter Porth]

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