Meldung gesetzt von ~ Dr. Dieter Porth
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⇐ Weltpremiere
Das letzte Hotel“ – expressionistisch und gelungen
29.11.2010 „Für diesen Film mussten keine Tiere leiden“ – mit diesem Satz endet der Göttinger Kinofilm und meinte wohl die Heuschrecken in den Nebenrollen. Nach dem ausdrucksstarken expressionistischen Krimi, der die Trostlosigkeit der Kriminalität in einer Unterschicht zeigt, bleibt die Frage, ob nicht auch die namenlosen Hauptdarsteller in dem Schwarz-Weiß-Film eigentlich zu den Tieren zu zählen sind. Der expressionistische Film brilliert mit starken Bild-Musik-Kombinationen, denen sich Handlung und Dialoge unterordnen mussten.
Reporterbericht: Kontaktlink zu http://www.buergerstimmen.de [ Homepage ] (Dr. Dieter Porth)
Die Internet-Zeitung
www.buergerstimmen.deberichtet - Vorwort
Der Premiere begann mit einer kurzen Begrüßung und Danksagung des Regisseurs Christian Rüdiger an verschiedene Förderer und Helfer, ohne die der Spielfilm nicht realisiert werden konnte.
http://www.buergerstimme… ©2010 (www/∗) ![]()
Christian Rüdiger wirft der Pressesprecherin vom ThOP einen Blumenstrauß zu.
Anschließend präsentierten Oliver Neun und Mirja Lendt das Lied zum Film, welches das Potential für einen Gassenhauer hat. Dann begann die Filmvorführung. Der Film und die Impressionen dazu werden weiter unten beschrieben Der Film endete nach dem Abspann mit der sehr zweideutigen Bemerkung. "Für diesen Film mussten keine Tiere leiden". Anschließend gab es einen lang anhaltenden Applaus.
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Darsteller und Mitwarbeiter zum expressionistischen Göttinger Krimifilm 'Das letzte Hotel' unter der Region von Christian Rüdiger (rechts)
"Das letzte Hotel": Kurze Filmzusammenfassung
Die Handlung ist relativ einfach. Ein Drogenhändler will seinen Konkurrenten auffliegen lassen, indem sein Mitarbeiter der Polizei kompromittierendes Fotomaterial zukommen lassen soll. Von der geplanten Tat bekommt der Konkurrent durch einen anonymen Tipp Kenntnis und er lässt den Drogenhändler erschießen. Nun beginnt die Jagd nach den Fotos, wobei eine Mitarbeiterin des Konkurrenten sich an den Helfer des Drogenhändlers heranmacht. Die Situation spitzt sich auf merkwürdige Weise zu.
Am Ende gibt es noch eine Showdown der Erschossenen und ein überraschendes Ende.
Es wurde hier bewusst auf Namen verzichtet, weil mir einfach keine Namen einfallen wollen, die im Rahmen des Gesprächs gefallen sein können.
"Das letzte Hotel": Impressionen
Der Film endete mit dem Satz "Für diesen Film mussten keine Tiere leiden". Der Satz bezog sich auf die Heuschrecken♠ 1, die an verschiedenen Stellen des Films auftauchten, wenn die Story wieder einmal einen weiteren Niedergang nahm. Aber auch an verschiedenen anderen Stellen wurden interessante expressionistische Mittel eingeflochten. Sobald es spannend wurde, wurde Basslastiges eingespielt.
Bemerkenswert waren die Einschübe mit der Portraiteinstellung, bei welcher ein Schauspieler über eine Treppe resümierte. In den Texten wird nicht deutlich, um welche Treppe es sich handelt. Gleichzeitig lockert dieser Einschub die Handlung auf und verhindert, dass sich der Zuschauer mit einem bestimmten Protagonisten zu stark identifiziert. Damit öffnet dieser Einschub die Chance, eine Distanz zu den namenlosen Hauptdarstellern zu wahren.
Auch diese Namenlosigkeit ist wohl gewollt, denn sie erschwert eine Identifizierung mit einem Helden und zwingt den Zuschauer, die gesamte Trostlosigkeit und Niedertracht der Handlung als "neutraler Beobachter" zu erleben.
Lange Zeit fragte ich mich: was will der Film mir sagen? Welche Geschichte will der Film erzählen? Als dann am Ende in einem Showdown die Geschichte aufgelöst wurde, war ich fast einwenig enttäuscht. Irgendwie passte dieses Ende nicht zu dem Film. Insbesondere passte das direkte Zeigen des Mordes nicht zu dem Film. Die ersten beiden Morde passten besser zu dem expressionistischen Film. Besonders die erste Mordszene gefiel mir, wo der Zuschauer einen Schuss hört und sieht wie einige Spritzer Flüssigkeit auf eine Wand klatschen.
Das letzte Hotel: Internet
Internet Link Produzent & Vertrieb schwarz_weiss_film e.V.
http://schwarzweissfilm.jimdo.com/Trailer http://www.youtube.com/watch?v=g6AjSSoTMrU&feature=player_embedded Regie: Christian Rüdiger Drehbuch, Idee? ? Darsteller Philipp Künstler
Klaus#Ingo#Pißowotzki
Mareike von Müller
Martin Liebetruth
Holger Engelhardt
Jürgen Bittrich
Tobi Wojcik
Klaus-Peter
Jordan Roman Kupisch
Felix Deymann
Oliver Höfling
Jennifer Kunstreich
Christina Schubert
Sebastian Schimmel
Christian RüdigerMusik Oliver Neun Filmlied Mirja Lendt Website: http://schwarzweissfilm.jimdo.com/projekte/das-letzte-hotel/ FSK ? – Wegen des Expressionismus sollten die Jugendlichen eher älter sein. Ich denke ab 16 ist empfehlenswertes Alter. Aufnahmetechnik Schwarz-Weiß Förderer / Unterstützer Theater im OP
Susanne und Gerd Litfin Stiftung
Göttinger Kulturstiftung
Das letzte Hotel: Publikumsbeschreibung
Das Publikum war eher dem studentischen Bereich zuzuordnen. Es war zumeist zwischen 25 und 35 Jahre alt. Es waren gut achtzig Zuschauer zur Premiere gekommen.
An vielen Stellen ließ sich das Publikum von dem Film einnehmen und mitnehmen, wie man an den Lachern und Raunen des Publikums hören könnte. Auch konnte ich in der reihe hinter mir hören, wie eine Frau (für ihren Freund?) die Filmhandlung an den gefühlsstarken Stellen mitkommentierte. Dies zeigt, dass der Film ankam. Am Ende gab es einen lang anhaltenden Applaus für das gelungene Projekt.
Das letzte Hotel: Abschlusskritik
Die Namenlosen beherrschen die Handlung, die Heuschrecken beherrschen die Nebenhandlung und die Trostlosigkeit beherrscht die Kulisse. Filmisch und musikalisch wird klargelegt, welche Wirkungen der gezeigte Niedergang bewirkt. Auch das Symbol der Treppe machte am Ende irgendwie Sinn bei den Erinnerungen, denn in jeder guten Show dient die Treppe dem Abstieg. Der Showdown am Ende wirkte im Gegensatz zu den beiden anderen Morden im Film unpassend. Mit diesem eher profanen Abschluss verliert der ansonsten hervorragend gelungene Film einwenig von seinem Reiz. Wer die üblichen Hollywoodfilme von der Stange mit ihrem immer gleichen Strickmuster nicht mehr sehen kann, dem wird mit "Das letzte Hotel" eine spannende und kurzweilige Alternative geboten.
[Dem Independent-Film ist noch viel Publikum in Zukunft zu wünschen. Er hat die Qualität dafür. Dr. Dieter porth]Liste der redaktionellen Inline-Kommentare
♠ 1) Bei Heuschrecken denke ich immer an Bankmanager und Investmentbanker. Während des Films hatte ich aber mehrfach die Assoziation, dass Wanzen oder Kakerlaken symbolisch besser gewirkt hätten. Aber vielleicht waren diese Symbole des Abschaums nicht so professionell wie die Heuschrecken vor der Kamera.
Dr. Dieter Porth
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Termine - Musa 27.11.2010 In der Musa e.V. werden im Dezember 2010 zwei Konzerte präsentiert. Eher punkig-rockig wird es am 13.12. mit „Turbostaat“. Ihre Form des Klezmers präsentiert „Di Grine Kuzine“ schon am 9.12.10. Weiterhin finden im Salon der Musa die regelmäßigen Tanzabende statt - also Tango am Sonntag und Salsa am Montag. Termine - Exil 27.11.2010 Am 16.12.10 spielt die Boggie & Blues-Küche wie jeden 3. Donnerstag im Monat ihre Session im Exil. Wie immer unterstützen viele Gastmusiker die Session der Formation. Am nächsten Tag, also am 17.12.. gibt „Stahlmann“ ein kleines rockiges Weihnachtskonzert. Unterstütz wird die Formation von der Düsterrock-Bänd „Unzucht“. Sperrmüll 25.11.2010 In einer Pressemeldung erläutern die Göttinger Entsorgungsbetriebe, was alles in der Stadt Göttingen zum Sperrmüll gehört und was nicht. Laut Meldung wird zwischen drei Fraktionen unterschieden. Klassisch ist Sperriges aus dem Bereich „Möbel & Holz“. In diesen Bereich fallen auch Teppicke. Im Bereich Elektro- & Weißgeräten (Kühlschrank, Waschmaschine, …) können auch Kleingeräte und Computer mitgenommen werden, wenn sie angegeben werden. Eine dritte Abfallart, die entsorgt wird, sind Altmetalle & Metallschrott. Nicht entsorgt werden Bauschutt und Bauabfälle wie Fenster oder Türen. Auch Kleinteile, die im Abfallsack der Stadt entsorgt werden können, bleiben liegen. Um die Abfuhr zu erleichtern, sollten die Fraktionen 'getrennt' vor die Tür gelegt werden. Die Bestellung einer Sperrmüllabfüuhr kann per Karte oder auch online erfolgen. Termine - Nörgelbuff 27.11.2010 Für den Dezember sind im Nörgelbuff diverse Konzerte angesagt. Musikalisch ist von Jazz ala „Earl Mobilé Orquestra“ über Indiepop ala „Phrasenmäher” und Indierock ala „Alpha Academy“ bis Rock’n’Roll ala „Voodoo Rockets“ eine große musikalische Bandbreite vertreten. Aber auch Experimentelles bei „Armageddon Buzz Club“ & „Coogans Bluff“, funkiges bei „NB Houseband“ bzw. „The PIDs“ sowie bluesiges bei „The Weazels“ und rockiges bei „Flammable Liquid“ bzw. „Querbeat“ wird zu Gehör gebracht. Weitere Veranstaltungen betreffen neben den üblichen Partys die Improvisationsmusik in der Reihe „Grenzwerte“ sowie das Improvisationstheater in der Reihe „Improsant“. Konzerte Kreuzberg on KulTour 27.11.2010 Für die erste Dezemberwoche hat der Verein Kreuzberg on KulTour zwei hochkarätige Konzerte organisiert. Schon am 2.12. kommen Blauson und Phonoflora ins Cartoon. An gleicher stelle werden zwei Tage „Kalter Kaffee“ und „Dominik Pytka“ für heiße Party-Liedermaching-Stimmung sorgen. Am 9.12. findet wie jeden 2. Donnerstag im Monat, die offene Bühne im Cartoon statt, während am 1.12. im Hometown Soul Cafe die offene Folkbühne stattfindet. Weihnachtsbaum 27.11.2010 Seit 2002 bekommt der Westeingang des Reichstages einen Weihnachtsbaum von einem deutschen Naturpark gestiftet. In diesem Jahr stiftet der Naturpark Harz anlässlich seines 50-jährigen Bestehen den Weihnachtsbaum Die feierliche Übergabe begleiteten unter anderem Dr. Lutz Knopek, Bundestagsabgeordneter der FDP, und Thomas Oppermann, Bundestagsabgeordneter der SPD, als Abgeordnete der Region. | |
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Werbeplattform 24.11.2010 Die Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., hat einen kostenlosen Leitfaden mit dreiundreißig Seiten Umfang herausgegeben. In dem Leitfaden geht es über das Werben und Marketing-Tun in sogenannten Social Netwerks. Informationsveranstaltungen 25.11.2010 Mit verschiedenen Veranstaltungen wendet sich das Berufsinformationszentrum Agentur für Arbeit im Dezember an die Jugendlichen. Am 2.12. ab 16:00 ist das sogenannte „Freiwillige soziale Jahr“ Thema eines Vortrags, während am 9.12. ab 14:00 den Schüler aus der Oberstufe eine Übersicht über verschiedene Testverfahren zur Berufsfindung gegeben wird. Am 16.12. (Uhrzeit ?) wird es um Au Pair-Möglichkeiten gehen. Handwerklich interessierte können am 20.12. ab 15:30 an einer Exkursion bei der Lipphardt Metallbau GmbH & Co. KG teilnehmen. Asse-Folgen? 29.11.2010 Vor kurzem kam die Meldung an die Öffentlichkeit, wonach ungewöhnlich viele Leukämie-Fälle in der Gemeinde des pannenreichen Atomlager Assse II zu beobachten gewesen seien. Es traten dort 12 statt der erwarteten knapp 6 Leukämien auf. Eine gehäufte Leukämierate trat auch in Hiroschima zirka fünf Jahre nach dem Atombombenabwurf unter den Überlebenden auf. Eine Häufung von Leukämie könnte(!) also eine radioaktive Belastung durch den Salzstock anzeigen - oder aber auch andere Ursachen haben. Die folgende Meldung fasst chronologisch die Pressemeldungen zu dem Thema zusammen. Transparenz 29.11.2010 Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, fordert für den Asse-Untersuchungsausschuss vom Bundeskanzleramt endlich Akteneinsicht. Gemäß eines Gutachtens ist der Untersuchungsausschuss zuständig und das Bundeskanzleramt kann sich nicht auf den sogenannten „Kernbereich der Willensbildung“ berufen, um so die Akten auch weiterhin vertraulich zu behandeln. Der Grünenabgeordnete befürchtet, dass sich die maßgeblichen Minister mit Verweis auf vertrauliche Akten vor ihrer Verantwortung drücken wollen könnten. Datenschnüffelei 29.11.2010 Die Verbraucherzentrale Bundesverband weist darauf hin, dass mit einer Vielzahl von Techniken Werbetreibende und Plattformbetreiber das Surfverhalten der Nutzer ausforschen. Die Forschungen dienen dazu, um die Manipulation von Kauf- & Surfverhalten zu optimieren. Der Bundesverband Verbraucherzentrale fordert mehr Transparenz und eine Aufklärungsverpflichtung für Werbetreibende und Portalbetreiber. |