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⇐ Event – Junges Theater
Mitarbeiter kämpfen für den Erhalt ihres Arbeitsplatzes
06.08.2010 Mit Bestürzung haben die Mitarbeiter vom Jungen Theater bestürzt auf die Insolvenz ihres Hauses reagiert, zumal die zurückliegende Theatersaison 2009/2010 neue Rekorde hervorgebracht hat. Die Mitarbeiter wollen trotz des Diebstahls der Rücklagen mit ihrer erfolgreichen Arbeit unter der künstlerischen Leitung des bisherigen Intendanten weitermachen und sprechen sich für eine Wiedereinführung der Trennung von Geschäftsführung und künstlerischer Leitung aus. Weiter verweisen sie darauf, dass allein sechzehntausend Kinder und Jugendliche das Theater in der zurückliegenden Saison besucht haben.
Reporterbericht: Kontaktlink zu Mitarbeiter vom Junges Theater [ Homepage ]
Die Mitarbeiter vom Jungen Theater melden - Presseerklärung aller MitarbeiterInnen des Jungen Theaters
Wir, die MitarbeiterInnen des Jungen Theaters Göttingen, sind von der dramatischen Situation an unserem Theater erschüttert. Ein schwerer Betrugsfall ist dafür verantwortlich, dass das Junge Theater zahlungsunfähig ist.
In den ersten Tagen war es uns allen unmöglich zu begreifen, dass das Junge Theater, das wir gerade unter der künstlerischen Leitung von Andreas Döring erneut zu einer Rekordspielzeit geführt hatten und welches wir mit unserem neuen Spielplan 2010/2011 wiederum auf Erfolgsspur sahen, plötzlich existenziell bedroht sein sollte.
Es sieht so aus, als ob dem Jungen Theater vor allem die aus seinem Erfolg erwirtschafteten Rücklagen gestohlen wurden. Eine Situation, die uns schockiert, die uns aber nicht lähmt. Wir werden nicht zulassen, dass eine einzelne Person das Junge Theater der Stadt Göttingen wegnehmen kann und dass all unsere Arbeit der letzten Jahre zunichte gemacht wird. Wir werden für die künstlerische Kontinuität unseres Hauses kämpfen, wir wollen und werden als gewachsenes Team unsere Arbeit deshalb fortsetzen.
Das Junge Theater Göttingen ist wieder ein funktionierender und erfolgreicher Kulturbetrieb und steht für gutes und inhaltsreiches Theater. Seit dem Neubeginn vor sechs Jahren hat sich am JT eine hochmotivierte Mannschaft gebildet, die mit steigender Qualität auf und hinter der Bühne zusammenarbeitet. Unser Team leistet mehr, als man angesichts der personellen, finanziellen und technischen Möglichkeiten erwarten kann. Dies funktioniert nur, indem wir uns gegenseitig vertrauen. Dieses Vertrauen wurde nun leider von einer Einzelnen mit großer krimineller Energie enttäuscht. Natürlich darf es nach dem aktuellen Vorfall nicht einfach so weiter gehen. Dieser Veruntreuungsskandal muss strukturelle Korrekturen im Betrieb zur Folge haben. Und wir gehen davon aus, dass die entsprechenden Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung unsere Struktur nachhaltig ausbessern und auch Geschäftsführung und Intendanz trennen, die unter dem Druck des Neubeginns 2004 aus Kostengründen zusammengelegt wurden.
Unsere Aufgabe ist es, gutes, engagiertes, kritisches und unterhaltsames Theater für Göttingen und die Region zu machen. Der Erfolg der letzten Jahre dokumentiert, dass die vergleichsweise geringen Zuschüsse von Stadt und Landkreis effektiv eingesetzt wurden. Denn das Junge Theater Göttingen erlebt aktuell eine seiner größten Blütezeiten. Schon vor einem Jahr schrieb der Oberbürgermeister Wolfgang Meyer: "Nie zuvor hat das Junge Theater so viele und so treue BesucherInnen mit seiner Arbeit begeistern können. Das bedeutet zum einen eindrucksvolle Anerkennung für Andreas Döring und sein Ensemble, zum anderen aber auch das Ziel neuer und höherer Ansprüche." Eine Aussage, die uns stolz machte, und angesichts dieser gestiegenen Erwartungen auch anspornte. Und tatsächlich konnten wir ein Jahr später schon wieder einen Anstieg unserer Besucherzahl vorweisen. 31.534 Besucher in der letzten Spielzeit für unsere eigenen Produktionen! Eine Auslastung von fast 80% aller unserer Zuschauerplätze! Eine kontinuierliche Steigerung der Besucher von 200% in den letzten sechs Jahren! Und auch wenn wir Zuwächse bei allen Zuschauerschichten zu verzeichnen haben, ist es uns wichtig festzustellen, dass in der letzten Spielzeit allein 16.000 Kinder und Jugendliche in unser Theater gekommen sind. Denn wir schöpfen unsere Kraft und Lust genauso aus einer Vielzahl an Diskussionen mit Schülern, Workshops, Kinder- und Jugendgruppen, die bei uns Theater spielen, integrativen Projekten oder Aktionstagen für sozial Benachteiligte. Auch außerhalb unseres Theaters beteiligen wir uns regelmäßig an wichtigen kulturellen Ereignissen. Unser letztjähriges Festival "Wege zur Freiheit" hat viele Menschen und Institutionen des Landkreises zusammengeführt.
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Belegschaft des Jungen Theaters 2010 will für den Erhalt ihres Hauses und ihrer qualitativ hochwertigen Arbeit kämpfen
Uns ist an dieser Stelle wichtig festzustellen, dass unser Intendant Andreas Döring die entscheidend prägende Figur dieses Theaters und seiner Erfolgsgeschichte ist. An seiner Integrität und fachlichen Kompetenz gibt es für uns nicht den geringsten Zweifel. Mit ihm konnte sich das JT künstlerisch so gefestigt und vielschichtig aufstellen, wie selten zuvor.
Dieses kleine, traditionsreiche Theater ist für uns mehr als ein Ort, an dem wir arbeiten. Es ist ein Ort für Begegnungen, Fragen und Visionen. Diesen Reichtum wollen wir erhalten.
Wut und Bestürzung kehren wir um in Energie, die uns antreibt. Gerade weil unser Vertrauen missbraucht wurde, bitten wir als Belegschaft darum, sich mit Respekt vor unserer Leistung und substantiell mit unserer Arbeit auseinanderzusetzen, damit eine Unterstützung für unseren Fortbestand aus Überzeugung möglich wird. Das ganze Theater arbeitet wie geplant für eine spannende Spielzeit 2010/2011.
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Göttingen, ankündigen 10.08.2010 Klassik im Freibad |
Göttingen 10.08.2010 Kultur ankündigen 12.08.2010 Stadtradiotipps 16.5. – 16.5. |
Kultur 10.08.2010 Deli & Welttheater |
Kultur 10.08.2010 Kultur |
werben 11.08.2010 Event - Cornpicker |
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Feststellung 11.08.2010 Diese Aussage kommt nicht von einem Moralisten, sondern von der Techniker Krankenkasse. Sie meint damit die Hörfähigkeit von Jugendlichen, die ihr Hörorgan durch zu langen und zu lauten Hörgenuss aus MP3-Playern selbst schädigen. In der Meldung wird darauf hingewiesen, dass eine langfristige Belastung von 85 Dezibell die Hörfähigkeit dauerhaft schädigt. Merke: "Wenn es bei Ruhe im Ohr pfeift, dann ist das Ohr schon länger akustisch überlastet." Computerspiele 11.08.2010 Mit Verweis auf eine Telefonumfrage stellt die Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. fest, dass rund 21M Menschen in Deutsche auf Smartphones, Computer und anderen Spielgeräten schon gespielt haben. Laut Meldung sollen mehr Männer als Frauen am Computer spielen. Die Meldung enthält Hinweise, wonach bestimmte Gruppen bestimmte Spieltypen bevorzugen sollen. Die Meldung enthält keine Angabe zu den statistischen Vertrauensintervallen der Umfargeergebnisse. Die Bitkom schätzt, dass die Umsätze für den Verkauf von Spielkonsolen und Spielesoftware von 2400 M€ auf 2300 M€ zurückgehen werden. Schulsport 11.08.2010 Unter dem Titel "Ohne Schwimmunterricht gehen unsere Kinder unter!" hatte die Linkspartei Adelebsen einen Infostand für den 7. August organisiert und schon nach einer Stunde waren über dreißig Unterschriften gesammelt. Mit der Aktion reagierte die Partei auf die Entscheidung der Schulleitung der Adelebser Grundschule, für die Kinder vierten Klassen im kommenden Schuljahr keinen Schwimmunterricht mehr anzubieten. In der Meldung wird hervorgehoben, dass die Entscheidung keine Frage der Kosten gewesen sein soll. Klassik im Freibad 10.08.2010 Sehr romantisch wird es am 14.8.10 ab 19:00 im Naturbad Grone. Mit Hits der letzten Jahrhunderte im Fackelschein wollen die Göttinger Nostalgiker die Besucher des Freibades verwöhnen. Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahre wird diese Veranstaltung auch in diesem Jahr von der privaten Musikschule Musi-Kuss in Zusammenarbeit mit dem GoeSF den Badegästen präsentiert. Starkstrom 11.08.2010 In einer Pressemeldung bezieht der Oberbürgermeister Wolfgang Meyer Standpunkt zur 380kV Starkstromtrasse, die parallel zur Autobahn führen soll. Der Oberbürgermeister fordert eine Erdverkabelung, da neben der Zunahme der potentiellen Immissionsbelastung auch die Verschandelung der Landschaft mit Strommasten, die so groß wie das Göttinger Rathaus nicht sind, hinzunehmen seien. In einer zweiten Meldung wird auf die Sitzung des Bauausschusses am 19. August 2010 ab 16:00 hingewiesen, bei welchem das Thema Starkstromtrasse diskutiert werden soll. Natürlich wird das Thema auch in den kommenden Wochen in Ortsratssitzungen behandelt werden. Event - Cornpicker 11.08.2010 Am 14.8.10 ab 20:00 gibt es im Cornpicker Hühnerstall ein besonderes musikalisches Schmankerl mit Comedyeinlagen zu erleben. Auf Gitarre und mit Akkordeon führen Flenter & Knop mit musikalischen Klangen zwischen Blues, Swing und Walzer durch ihre eigenwillige Mischung von Urlaubs-, Wachstums-, Beziehungs- und Aufstiegsfragen. |
Junges Theater 04.08.2010 Die FDP-Ratsfraktion fordert personelle Konsequenzen. Unter anderem wird der Rücktritt des Intendanten gefordert. Weiterhin wird darauf verwiesen, dass die beiden Aufsichtsratsmitglieder Frank-Peter Arndt (SPD) und Dagmar Schlapeit-Beck (Sozialdezernentin) schon zum zweiten Mal in Aufsichtsräten von Unternehmen mit städtischer Beteiligung saßen, die unter ihrem Aufsichtsratsmandat in die Pleite gingen. Von den beiden "Pleitegeiern" wird seitens der FDP ein Rücktritt erwartet und es wird "eine Schulungspflicht für die Aufsichtsratsmitglieder aus den Reihen des Stadtrates und der Stadtverwaltung" angeregt. Schwarze-Peter-Spiel 04.08.2010 Stadt Göttingen zitiert eine Meldung des Aufsichtsrates des Jungen Theaters zur Insolvenz. In der Meldung wird die hohe künstlerische Qualität des Jungen Theaters gelobt. Weiterhin wird gefordert, dass die Verantwortung der Geschäftsführung zu klären und von der Buchhalterin Aufklärung über die Vorgänge einzufordern. Lakonisch wird vom Aufsichtsrat mit Blick auf die Insolvenz festgestellt, dass in Zukunft wohl besser eine Trennung zwischen geschäftlicher und künstlerischer Leitung zu erfolgen hat, da sich das bisherige Modell nicht bewährt hat |
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Optionskommune 11.08.2010 In einer aktuellen Pressemeldung begründen die Grünen ihren Schritt, warum sie den Heranziehungsvereinbarungen von Stadt und Landkreis zustimmen. In der Meldung kritisieren sie die Verwaltung, die auf Zeit gespielt haben soll. Weiterhin bemerken sie, dass es bei den Verhandlungen wohl hauptsächlich um Macht ging. Sie merken an, dass das Wohl der Hartz-IV-ler in den Verhandlungen eine untergeordnete Rolle gespielt haben soll. Event - Gaußturm 12.08.2010 Im Rahmen der Kulturreihe des Landkreises tritt die Acapella-Gruppe "Seven Up" am 14.8.10 ab 20 Uhr beim Dransfelder Gaußturm auf. Den Akustikgourmet erwarten unter freiem Himmel erstklassig interpretierte Hits aus Pop und Rock der letzten Jahrzehnte im Acepella-Stil. Sportstätten 11.08.2010 In einer aktuellen Pressemeldung wirbt der Landrat für die Beschlussvorlage, die Sanierung der Sporthalle in Bodensee (110k€) sowie die energetische Sanierung der Dorfgemeinschaftsanlage (43k€) in Landolfshausen aus den Mitteln des Sportstättenförderprogramms zu bezahlen. Insgsamt würden damit 11 Projekte im Landkreis mit einer Förderhöhe von 258k€ und einem Gesamtvolumen von 1380k€ gefördert werden. Für das Jahr 2011 sollen wiederum 300k€ für das Sportstättenförderprogramm in den Etat eingestellt werden. Kunst 11.08.2010 Ab 10. August 2010 können in den öffentlich uigänglichen Räumen vom Verwaltungsgericht Göttingen Bilder von Nicole Mentner und Detlef Kiep bewundert werden. Präsentiert werden verschiedene Bilder sowie zwei kleinere Skulpturen. Das Gericht setzt damit seine schöne Tradition fort, die Verwaltungsräume einwenig auch für die Kunst und Kunstinteressierte zu öffnen. Kultur 10.08.2010 Am 12.8.10 ab 17:00 wird der Kulturausschuss unter anderem über Fortzahlungen von Fördergeldern an den Insolvenzverwalter vom Jungen Theater bzw. vom Apex verhandeln und beschließen. In beiden Fällen geht es die Chance, die Kultureinrichtungen ihre Arbeit fortführen zu lassen. In dem Ausschuss wird weiter auch die Einrichtung eines Speakers Corner diskutiert werden. |
Theaterpleite 29.10.2010 Die Ratsfraktion der CDU unterstützt die Bemühungen zum Erhalt des Jungen Theaters. Sie fordern auch klare Zahlen vom Insolvenzverwalter, die zeigen, dass ein Betrieb mit den jetzigen Fördersummen möglich ist. Weiter befürchtet die CDU, dass bei einer eventuell neugegründeten Gesellschaft für das Junge Theater mit den Personen Arndt und Schlappeit-Beck im neuen Aufsichtsrat weitergewurschtelt werden könnte wie bisher. Hier fordert die CDU konsequent einen personellen Neubeginn. Junges Theater 26.08.2010 Wenn der Insolvenzverwalter erklärt, dass die Fördergelder in Höhe von fast 28k€ für den Weiterbetrieb verwandt werden, dann unterstützt der Landkreis Göttingen das Jungen Theater. Dies hat der Kreisausschuss am 24. August beschlossen. |