Meldung gesetzt von ~ Dr. Dieter Porth
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⇐ Kartierung
Erfassung geschützter Biotope
27.04.2012 Bis August wollen Mitarbeiter der Stadt Göttingen die besonders geschützten Biotope kartieren. Die Stadtverwaltung bittet alle Grundstückseigentümer den Mitarbeitern das Betreten der Areale in der Freien Landschaft zu ermöglichen.
[Ware es auch wünschenswert aus gesundheitlichen Gründen die Fledermaus_kolonien im Stadtgebiet zu kartieren? Die Mumpsviren sollen zum Beispiel von den Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen sein, heißt es in der beigefügte Meldung von der Uni Bonn. Dr. Dieter Porth]
Internet-Zitat: Link zur zitierten Webseite: Kontaktlink zu Stadt Göttingen [ Homepage ]
Die Stadt Göttingen meldet – Kartierung zum Zustand von Natur und Landschaft
(Info zur Meldung am 23.4.12 – Link zur Meldung angesurft am 27.4.12)
Im Zuge vorbereitender Arbeiten zur Erstellung des Landschaftsplanes für die Stadt Göttingen werden stadtweit Kartierungen zum derzeitigen Zustand von Natur und Landschaft innerhalb des Stadtgebietes durchgeführt. Neben der Erfassung von nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Biotopen wird der Zustand von Fließgewässern begutachtet, Kartierungen zur Feldhamsterverbreitung durchgeführt, das Brutvorkommen des Rotmilans sowie ausgewählte Magerrasenstandorte erfasst.
Die Arbeiten werden überwiegend bis August durchgeführt.
Die gewonnenen Daten fließen in den Landschaftsplan ein und dienen als Grundlage für die Entwicklung eines übergeordneten Entwicklungs- und Maßnahmenkonzeptes innerhalb des Stadtgebietes.
Die Stadtverwaltung bittet Grundstückseigentümer/innen und Flächennutzer/innen, den Kartiererinnen und Kartierern das Betreten der Grundstücke in der freien Landschaft zu ermöglichen.
Ansprechpartner/in:
Fachbereich Stadtgrün und Umwelt: [Für Namen und Email sei auf den Link der zitierten Meldung verwiesen.]
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
erstellt am 23.04.2012
Der Informationsdienst Wissenschaft zitiert eine Meldung der Uni Bonn - Ungeahntes Reservoir von Viren
(Info zur Meldung erhalten am 24.4.12 – Link zur Meldung beim IDW (hier zitierter Text) – Link zur Meldung bei der Uni Bonn – Verantwortlich laut IDW - Johannes Seiler - Abteilung Presse und Kommunikation - Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
24.04.2012 17:00 - Den wahrscheinlichen Ursprung gleich mehrerer Infektionserreger machten nun internationale Forscher unter Federführung der Universität Bonn ausfindig. Paramyxoviren kommen in Fledermäusen vor, von denen sich die Erreger auf den Menschen und andere Säugetiere ausgebreitet haben. In der weltweit einzigartigen Studie wurden 9278 Tiere auf Viren getestet. Eine enorme Zahl neuer Virusarten wurde dabei entdeckt. Die Ausrottung vieler gefährlicher Krankheiten könnte schwieriger sein als bislang angenommen. Die Fledermäuse bilden nämlich ein Reservoir, aus dem Viren nach Impfkampagnen zurückkommen können. Die Ergebnisse sind nun in der aktuellen Ausgabe von "Nature Communications" veröffentlicht.
Woher kommen für Menschen gefährliche Viren - und wie haben sie sich im Lauf ihrer Evolution entwickelt? Wissenschaftler um Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn, sind bei der Beantwortung dieser Frage einen entscheidenden Schritt vorangekommen. "Wir wussten bereits von vorherigen Arbeiten, dass Fledermäuse und Nager als Träger von Paramyxoviren eine Rolle spielen", sagt Prof. Drosten. Die vielfältigen Mitglieder dieser großen Virusfamilie verursachen beim Menschen etwa Masern, Mumps, Lungenentzündungen und Erkältungskrankheiten. Die hochgefährlichen Hendra- und Nipahviren führen zu Gehirnhautentzündungen, an denen jeder zweite infizierte Mensch stirbt. Auch in der Tiermedizin spielen Paramyxoviren eine wichtige Rolle, beispielsweise als Erreger der Hundestaupe oder der Rinderpest.
Wissenschaftler verdoppeln die Zahl der bekannten Paramyxovirusarten
Mithilfe zahlreicher wissenschaftlicher Institute in Deutschland und auf der ganzen Welt untersuchten sie insgesamt 9278 Tiere aus Europa, Südamerika und Asien. Darunter befanden sich 86 Fledermaus- und 33 Nagerarten. "Diese Tiere leben in sehr großen Sozialverbänden mit zum Teil Millionen Exemplaren", berichtet der Bonner Virologe. "Der enge Kontakt begünstigt die Ansteckung untereinander und sorgt für eine große Vielfalt an zirkulierenden Viren." Mit molekularbiologischen Methoden identifizierten die Wissenschaftler, welche Virenarten sich in den Fledermäusen und Nagetieren tummeln. Nach eigenen Schätzungen entdeckten sie mehr als 60 neue Paramyxovirusarten. "Das sind etwa noch einmal so viele wie bislang bekannt waren", sagt Drosten.
Fledermäuse sind der ursprüngliche Wirt von Paramyxoviren
Mit bioinformatischen Methoden berechneten die Forscher einen gemeinsamen Stammbaum der neuen und bekannten Viren. Dann leiteten sie durch mathematische Verfahren daraus ab, in welchen Wirtstieren sich die Viren im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte mit höchster Wahrscheinlichkeit eingenistet haben. "Unsere Analyse zeigt, dass die Urahnen der heutigen Paramyxoviren fast alle in Fledermäusen existiert haben", sagt Prof. Drosten. "Wie bei der Influenza, wo wir die Vögel als Quelle neuer Pandemieviren im Auge haben, müssen wir nun die Viren der Fledermäuse untersuchen, ob sie für den Menschen gefährlich sind." Die aktuellen Daten können also für die Früherkennung und Vorbeugung von Epidemien nützlich sein – ein großes neues Ziel in der Virusforschung.
Mumps-Viren sind auf den Menschen übergesprungen
Zu den Befunden zählt auch, dass die Hendra- und Nipahviren, die in Asien und Australien Hirnhautentzündungen hervorrufen, in Wirklichkeit aus Afrika stammen. "Hieraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit, medizinische Studien in Afrika durchzuführen", sagt der Bonner Virologe. Viele Krankheitsfälle auf diesem Kontinent blieben ungeklärt und seien unter Umständen auf solche neuartigen Viren zurückzuführen. In einem Fall fanden die Wissenschaftler bereits Belege dafür, dass Fledermausviren direkt auf den Menschen übergehen. "Unsere Daten zeigen, dass das menschliche Mumps-Virus direkt von Fledermäusen stammt – und auch bis heute dort vertreten ist", berichtet Prof. Drosten.
Gefährliche Viren lassen sich absehbar nicht so leicht ausrotten
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich gefährliche Viren nicht so leicht ausrotten lassen wie bislang angenommen. Denn um einen Erreger dauerhaft durch Impfungen aus der Bevölkerung zu entfernen, darf es keine Wirte im Tierreich geben, aus denen heraus es zu einer Neuinfektion kommen kann. "In den Fledermäusen vermuten wir ein umfangreiches Reservoir solcher Erreger", sagt der Virologe. "Wenn nach Ausrottung von Viren die Impfprogramme gestoppt werden, lauert hier eine potenziell große Gefahr – vielleicht müssen wir neu nachdenken." Drosten plädiert deshalb für eine Berücksichtigung ökologischer Daten bei der Planung von Impfprogrammen. Eine Ausrottung von Fledermäusen oder anderen Wildtieren wäre weder möglich noch sinnvoll. "Fledermäuse und andere wild lebende Kleinsäugetiere sind von unschätzbarem Wert für die Ökosysteme unseres Planeten", so die einhellige Meinung von Drosten und seinen Kollegen.
Publikation: Bats host major mammalian paramyxoviruses, Nature Communications, DOI: 10.1038/ncomms1796
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- 29.04.2012diplombiologe dr. hans-joachim scheel
paromyxaviren in fledermäusen
bevor man irgendeine Schreckensmeldung heraus gibt, sollte man ermitteln, welche einheimische fledermäuse-arten überhaupt betroffen sind - Ende der Leserbriefe
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StadtRadiotipps 27.04.2012 Für die werktägliche Woche ab dem 30. April hat das StadtRadio Göttingen unter anderem folgende Themen vorbereitet: „Fußballspiel in der JVA Rosdorf“[Mo. 8:05], "‚Midlife Ramblers’"[Mi. 9:05] und „Aktuelles aus der Kreistagssitzung vom 2.5.“.[Do. 17:05]. Bei den Bürgerfunksendungen sei zum Beispiel am Sonntag in der Zeit von 16:00 bis 17:00 auf die "Notenbude" hingewiesen. Streik 27.04.2012 Die Pressemeldung verweist auf einen erfolgreichen Streik aller Beschäftigten des Göttinger Cinemaxx am Dienstagabend (24.4.). Der Streik ist eine Reaktion auf die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, die Löhne angemessen zu erhöhen. Dies meldete ver.di Südniedersachsen. In der Pressemmeldung wird auch eine Rede von Cinemaxx-Beschäftigten bei der Demo zum 1. Mai angekündigt. Lehrpreis 27.04.2012 Der Preis für exzellente Lehre in der Hochschulmedizin geht zur Hälfte an den Göttinger Privatdozenten Dr. Tobias Raupach. Mit den 15k € Preisgeld wird sein Engagement bei der Erstellung des Göttinger Lernzielkatalogs und sein Engagement für das Studentischen Trainingszentrum für Ärztliche Praxis und Simulation gewürdigt. Ihm wird mit dem Preis ein hohes Innovationspotential .bescheinigt. Die offizielle Verleihung des "Ars legendi-Preis" wird am 7.6.12 beim 73. Ordentlichen Medizinischen Fakultätentag erfolgen. Abgeordnetenbestechung 27.04.2012 In der Pressemeldung bezieht sich Transparency Deutschland auf Äußerungen eines hochrangigen BDI-Vertreters wahrend einer Antikorruptionskonferenz in Berlin. Dieser soll die fehlende Ratifizierung der UN-Antikorruptionskonvention kritisiert haben. Transparency begrüßt dieses Einsehen und fordert, dass Deutschland endlich die UN-Konvention ratifiziert und den Tatbestand der Abgeordnetenbestechung endlich ernsthaft regelt. Wirtschaftsseminar 27.04.2012 Die Wirtschaftsförderung Region Göttingen hat für den 8.5.12 ab 15:00 in Rosdorfer Gemeindezentrum eine Dialog-Werkstatt organisiert. In dem Seminar sollen diesmal regionale Unternehmer an den Erfolgsfaktor "motivierter Mitarbeiter" herangeführt werden. Für das kostenfreie Seminar ist eine Anmeldung erforderlich. Kreisfusion 27.04.2012 In einer Pressemeldung vom 23.4. spricht der Landrat Bernhard Reuter von 103M€, mit welchen der Zukünftige Großkreis als Entschuldungshilfe rechnen kann. Die CDU Kreistagsfraktion weist in einer Pressemeldung vom 26.4. darauf hin, dass vom potentiellen Großkreis insgesamt 30M€ eingespart werden müssten. Die einzige Möglichkeit dafür sieht die CDU in einer Erhöhung der Kreisumlage, was die Wirtschaftskraft aller Kommunen erheblich schwächen wird. Um genaueres zu erfahren, brachte die CDU/FDP-Kreistagsgruppe für die kommende Kreistagssitzung eine Anfrage mit zehn Fragen ein. Viele Fragen kreisen um die Ideen, wie die verbleibende Restschuld eingespart werden soll. | |
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Hörsaalkino 30.04.2012 Die verschiedenen Studentenkinos zeigen für Studenten an Einzelterminen in der Woche vom 3.5. bis 9.5.12 die Komödie "Le Havre", die Animationsfabel "Rango", das Drama "The Help" sowie das Drama im Kriminellen-Milieu "Der Pate 2". Termin Cornpicker 30.04.2012 Für das kommende Wochenende hat der Cornpicker zwei Konzerte zu vermelden. Am Samstag den 5.5.12 kommt ab 20 Uhr die Irish Folkband "Potheen Rovers" nach Mielenhausen. Neben Tradiotionals haben sie auch einige interessante Eigenkompositionen im Gepäck. Schon am Donnerstag den 3.5. kommt das Country-Trio "three Star Texas barbeque" in den Cornpicker. Sie werden wahrscheinlich auch den Titel von ihrer Nr.-1.-Hit-Single "It's Time to Cross that Bridge" präsentieren. Demokratieverkauf 30.04.2012 Der Bund der Steuerzahler - Niedersachsen und Bremen e. V. – weist auf eine illegale Subvention politischer Jugendorganisationen durch das Land Niedersachsen hin. Sie verweisen dazu auf ein aktuelles Berliner OVG-Urteil, bei dem die Bundesregierung in einem ähnlich gelagerten Fall unterlag. In der Meldung wird erwähnt, dass die Mutterparteien mit insgesamt 150M€ jährlich genügend Staatsknete bekämen, um ihre Jugendorganisationen eigenständig zu unterstützen. Auch führt die Meldung aus, dass die staatliche Parteienbezahlung (=Blockflöten-Bezahlung?) nach 2010 um über 10% erhöht wurde. Media-Control 30.04.2012 In einer Pressemeldung weist die Media-Control auf die neuen Spitzenreiter in der Kino-Hitliste hin. Es waren die neu anlaufenden Filme "American Pie 4" (668k), "Marvel's The Avengers" (545k) und "The Lucky One" (120k). Die Erfolgskomödie "Ziemlich beste Freunde hat am vergangenen Wochenende die Marke von 8000k bzw. 8M Zuschauern überschritten. Ähnlichkeiten 30.04.2012 „Je mehr unterschiedliche Arten(Gruppen?) aufeinandertreffen, desto größer ist der Kampf um den Lebensraum. Anstatt sich funktionell zu ergänzen, töten sich die Konkurrenten gegenseitig, und dies kann zum Zusammenbruch der ganzen Gemeinschaft führen“. Dieses Zitat stammt aus einer Arbeit eines Biologen, der sich mit der Vielfalt von Bakterien im Boden (=Biodiversität) und ihrer Wirkung auf das Pflanzenwachstum beschäftigt hat. Das obige Zitat fasst aber auch die Erkenntnisse gut zusammen, die bei afrikanischen Ländern mit vielfältigen Hierarchiestrukturen ermittelt wurden. Die Heterarchie (= hohe Soziodiversität) führt dort oft dazu, dass sich die Konkurrenten gegenseitig sehr blutreich bekämpfen. |