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Armut
Europäische Konferenz zur Armut

21.05.2009 Am vergangenen Wochenende fand in Brüssel das achte Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen statt. Auch ein Göttinger nahm an der Konferenz teil. Es wurde unter anderem festgestellt, dass die Wirksamkeit der Konferenz trotz seines langen Bestehens nicht deutlich ist. Weiter berichteten Delegationen aus verschiedenen europäischen Ländern von einer besonderen wirtschaftlichen Ausgrenzung der jungen Erwachsenen (18-25 Jahre).

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu Heinz Ratz [ Homepage ] (---)
 

Ein Vertreter der PEP meldet - "Wir müssen mit diesen Geldern unser System stabilisieren" - 8tes Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen in Bruxelles [8tes PEP](15.05. - 16.05.09)

Bruxelles - "Wir müssen mit diesen Geldern unser System stabilisieren", antwortete Vladimir Spidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Gleichberechtigung auf die drängenden Fragen der Delegierten des 8ten PEP, woher denn plötzlich die Milliarden Euros für die Banken bereitgestellt werden, währenddessen im sozialen Bereich Gelder nicht zur Verfügung gestellt werden bzw. reduziert werden.
Vladimir Spidla sprach am Ende des 8ten PEP, daß sich seine Kommission für die Ziele "Mindestlohn", "angemessenes Mindesteinkommen" und "Kampf gegen Energiearmut" einsetzen will.
Das diesjährige Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen hatte das Thema "Wo wir leben. Was wir brauchen".
Eingeladen waren Delegationen aus allen 27 EU-Staaten und Norwegen. Die deutsche Delegation bestand aus Menschen, die Armutserfahrungen aufgrund von Wohnungslosigkeit, Erwerbslosigkeit, "Arm trotz Arbeit" und als Alleinerziehende Elternteile gemacht haben.
In 3 Workshops mit Delegierten aus dem Vereinigten Königreich, Portugal, Spanien, Norwegen, Malta, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Österreich, Belgien, Norwegen, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Schweden, Bulgarien, Frankreich und Italien haben die deutschen Delegierten folgende Erfahrungen gemacht.

  1. Es gibt riesige Unterschiede in der EU bzgl. sozialer Belange.
  2. Die Armut ist bekannt, die Fortschritte aufgrund der PEP-Treffen in Brüssel werden nicht transparent gemacht.
  3. Die Teilnehmer äußern ihren Unmut darüber, daß sich die Inhalte seit Jahren wiederholen, ohne daß eine Besserung eingetreten ist ("Seit 10 Jahren wird über Armut geredet, aber nichts passiert")
  4. Der Druck auf nationaler Ebene ist von den Teilnehmern zu erhöhen, um sich den geforderten Ergebnissen in der Umsetzung zu nähern.
  5. Es sollen nicht immer wieder neue Daten erhoben werden, sondern endlich auch Inhalte umgesetzt werden.
  6. Die soziale Infrastruktur (Ärzte, Geschäfte etc.) nimmt qualitativ und quantitativ ab. Die Konsequenz ist eine zunehmende Landflucht.
  7. Es wurden in vielen Ländern deutlich: Die Behörden nehmen die Bedürfnisse der Menschen nicht ernst. Nötige Zahlungen verzögern sich massiv.
  8. Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden häufig missachtet (z.b. rollstuhlgerechte Ausstattung, Audiostimmwahlgeräte für Blinde)
  9. Verwaltungsstaatliches Handeln muß jederzeit und überall dem Wohl aller Bürger dienen, und darf nicht Selbstzweck sein.
  10. Die Integrationspolitik ist sehr unterschiedlich in den EU-Staaten.
  11. Es wurden von vielen Delegationen berichtet, daß es eine wirtschaftliche Ausgrenzung von Menschen zwischen 18 und 25 Jahren gibt. Ist diese gewollt?
  12. Um bestimmte Leistungen zu bekommen, muß nachgewiesen werden, daß Armut und Bedürftigkeit vorliegt. Zu dem ist der Zugang sehr schwierig und die Hürden sind sehr hoch und diese hohen Hürden sind oft auch gewollt so hoch.
  13. Maria (Bulgarien): "Politik erzeugt Armut"
  14. Julian (Belgien): "Jeder lebt sein Unglück allein"
Die deutsche Delegation fordert

  1. Generelle Mobilität für alle (Ausbau eines tragfähigen Öffentlichen Personennahverkehr
  2. Bezahlbare Wohnungen für alle
  3. Kostenfreiheit für alle Sozialleistungen

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[Eine interessante Sichtweise auf die Wirtschaft in Deutschland! – Dr. Dieter Porth.
23.05.2009Richtigstellung der Urheberschaft
23.05.2009Dr. Dieter Porth]

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