geändert am 09.04.2008 - Version Nr.: 1. 872

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Meldung gesetzt von ~ Dr. Dieter Porth --- ---

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Ablehnung
Mogelpackung: 4% mehr Geld für 4% mehr Arbeit

06.03.2008 Die Gewerkschaft Verdi lehnt das 5%-Angebot der Arbeitgeber ab. Am Beispiel einer Erzieherin mit einer 2/3-Stelle wird vorgerechnet, dass die Angestellte aus dem Angebot keinen Nutzen ziehen kann, da die Arbeitszeitverlängerung den Lohnzuwachs aufwiegt. Weiterhin wollen die Arbeitgeber das sogenannte Leistungsentgeltvolumen von derzeit 1 % auf 2% aufstocken. Insgesamt summiert sich das Angebot der Arbeitgeber damit auf 5%. Die Gewerkschaft Verdi lehnt dies Angebot als Mogelpackung ab und verweist auf die Reallohnverluste in den letzten Jahren.

 
Websitemeldung: Kontaktlink zu ver.di Niedersachsen-Bremen [ Homepage ] (Geschäftsstelle Göttingen)
 

Ver.di - Niedersachsen -. Warum das Angebot der Arbeitgeber eine Mogelpackung ist


06.03.2008 - Hannover. Am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag (6./7. März) kommen in Potsdam die Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen mit Vertretern der Gewerkschaft ver.di zur fünften Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst zusammen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft hat das vorliegende Angebot der öffentlichen Arbeitgeber als "Mogelpackung" bezeichnet und als völlig unakzeptabel zurückgewiesen. ver.di erwartet deshalb, dass die Arbeitgeber ihr Angebot nachbessern.
Am Beispiel einer teilzeitbeschäftigten Erzieherin in einer Kindertagesstätte, die in ihrem Arbeitsvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit von 26 Stunden festgeschrieben hat, macht ver.di nun deutlich, was das gestaffelte 5-Prozent-Angebot∴ 1 und die beabsichtigte Arbeitszeitverlängerung der Arbeitgeber über zwei Jahre genau bedeutet:
-- Aktuelles Brutto-Entgelt (26 von 38,5 Std.) 1.323,64 €
ab 01.02.2008 + 2,5 % Tariferhöhung 1.356,73 €
ab 01.07.2008 Arbeitszeitverlängerung (26 von 39,5 Std.) 1.322,38 €
ab 01.10.2008 + 1,0 % Tariferhöhung 1.335,60 €
ab 01.01.2009 Arbeitszeitverlängerung (26 von 40 Std.) 1.318,91 €
ab 01.02.2009 + 0,5 % Tariferhöhung 1.325,50 €

Sollten sich die öffentlichen Arbeitgeber mit ihren Forderungen durchsetzen, würde die Erzieherin in einer Kindertagesstätte also brutto genau 1,86 Euro oder 0,14 Prozent mehr Gehalt im nächsten Jahr bekommen. Diese Berechnung gelte für rund die Hälfte aller Erzieherinnen, die eine feste Stundenzahl in ihrem Arbeitsvertrag stehen haben. Mit dieser Art von Prozentrechnung versuche die Arbeitgeberseite die Öffentlichkeit zu täuschen, so ein ver.di-Sprecher.
Während die Tarifsteigerung für viele Beschäftigte in der Industrie oder bei den Banken in den vergangenen Jahren deutlich über der Inflationsrate lagen, sind die Gehälter der öffentlich Beschäftigten seit 2005 nicht mehr prozentual angehoben worden. Stattdessen erhielten sie lediglich eine Pauschale von jährlich 300 Euro. Zieht man die Preissteigerung ab, haben die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den vergangenen drei Jahren insgesamt 3,9 Prozent verloren. Damit hat es für sie erhebliche Reallohnverluste gegeben.

Liste der redaktionellen Inline-Kommentare

∴ 1) Die Angabe von 5% setzt sich aus der gestaffelten Steigerung in Höhe von 4% und einer 1%-Umlage. Die Umlage soll in einen Topf fließen, aus welchen nach Vorstellungen der Arbeitgeber Leistungszulagen bezahlt werden sollen.

Leserbriefe / Kommentare zur Meldung

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Ticker und Querverweise

Ticker
Altes

Lohnverhandlungen
Grüne: Schäubles Angebot zu niedrig

06.03.2008 Derzeit fordert die Gewerkschaft Ver.di acht Prozent mehr Lohn für die Angestellten bei Bund und Kommunen. Der Verhandlungsführer des öffentlichen Dienstes ist der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Die Ratsfraktion der Grünen unterstütz die Forderung von ver.di, weil in den letzten vier Jahren die Gehälter nur um 1% stiegen und die Arbeitnehmer Reallohnverluste hinnehmen mussten.. Weiterhin weisen die Grünen darauf hin, dass die Forderung von acht Prozent für zwei Jahre gilt und derzeit die Inflationsrate schon bei 2,4% liegt.

Schnappschuss
"So ist brav ..."

06.03.2008 Die vielen Straßenlaternen und Ampeln werden in Göttingen immer mehr zu kleinen Werbelitfasssäulen. Meistens wird für Konzerte oder irgendwelche Party geworben. Diese Minilitfasssäulen werden aber auch für politisch-ironische Statements genutzt.

CD - Devil shoots devil
Die CD "What we feel"

06.03.2008 Die CD gehört zu intelligent arrangiertn Metalpunk. Die drei Sänger geben mit ihren meist choralen Kampfgesängen den Titeln eine powervolle kampfbereite Atmosphäre.
Die CD enthält 10 Lieder und die Spielzeit beträgt 25 Minuten 39 Sekunden.

CD - Jennifer Rostock
Die CD "ins offene Messer"

06.03.2008 Die Popmusik kombiniert eine freche Schreibe mit rockigen Popmelodien. Die Titel "Kind von Dir" und "Feuer" haben Chartpotential.
Die CD enthält 15 Lieder und die Spielzeit beträgt 41 Minuten 15 Sekunden.

CD - Ultima Sacudida
Die CD "raw & loud"

06.03.2008 Die spanische Gruppe macht einen mitreißenden und politischen Skapunk. Die Texte sind zum großen Teil im Bereich der Arbeiterbewegung anzusiedeln. Die Band kombiniert Politik und Musik so, dass sie Spaß macht.
Die CD enthält 10 Lieder und die Spielzeit beträgt 22 Minuten 44 Sekunden.

Rückblick 9/08
Konzerte vom 28.Februar bis zum 05.März

06.03.2008 Der Konzertkalender bietet einen Überblick über die aktuellen Konzerte in Göttingen und Südniedersachsen. Dieser Rückblick archiviert nur die Ankündigungen, um vielleicht später die oder andere musikalische Entwicklung nachzeichnen zu können.
Neben den Links zu den Websites und Myspace-Sites der Bands finden sich hier auch die Links zu Veranstaltern und Bühnen und zu einigen früheren Bühnenkritiken von den Bürgerstimmen..

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