geändert am 25.07.2007 - Version Nr.: 1. 20
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Dr. Dieter Porth - GöttingenDas Planungsvorhaben zum Ausbau des Flughafens in Kassel Calden wird seit längerem vom Landkreis kritisiert. Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin greift das Problem des befürchteten Fluglärm nochmals auf, weil aktuell im Bundestag ein Fluglärmgesetz behandelt wird. Weiter verweist er auf die finanziellen Verluste, die der Ausbau für den Staat mit sich bringt. Die Vergrößerung des Flughafens soll kaum zu mehr Beschäftigung führen.
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Pressemitteilung Jürgen Trittin [ Homepage ] (MdB für Göttingen - Grüne )[Göttingen - 10.02.06] [Quelle: Email]
Gutachten beweist: Pläne für Kassel-Calden sind unverantwortlich
Als unverantwortlich bezeichnet der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin die Pläne für den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden: "Wer angesichts eines Verlustgeschäfts von zwei Millionen Euro pro Jahr eine zusätzliche Lärmbelästigung in Kauf nimmt, handelt grob fahrlässig!"
Auch angesichts des Fluglärmgesetztes, das heute im Bundestag behandelt wird, sei die Planung unverantwortlich. Es sei davon auszugehen, dass die Bauauflagen strenger und die Kosten dadurch noch einmal in die Höhe getrieben würden. Gegenüber der bestehenden Regelung führe die Novelle des Fluglärmgesetzes zu deutlich niedrigeren Grenzwerten für die Lärmschutzzonen. Wesentlich mehr Menschen in der Umgebung von Flughäfen erhielten so einen Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen.
Wo im Hinblick auf Lärmbelästigung, finanziellem Verlustgeschäftund kaum zu erwartender Arbeitsplatzzunahme für die Region noch Gründe für einen Ausbau zu finden seien, könne er nicht nachvollziehen, so Trittin.
Der Gesetzentwurf, der noch unter Trittin im Bundesumweltministerium entwickelt wurde, wurde bereits von der Vorgängerregierung verabschiedet und wurde jetzt unverändert in den Bundestag eingebracht.
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Große Projekte werden auf vielen unterschiedlichen Ebenen verhandelt. Die sich oft dem Einfluss des Einzelnen entziehen. Das Beispiel Calden zeigt, wie viele Ebenen auf ein Großprojekt Einfluss nehmen können.
Was sagen die Bundes- und Landesrechnungshöfe zu den Planungen?